Freitag, 30. September 2016

Rezension - Das Mädchen in Rot (Bilderbuch)

Autor: Aaron Frisch
Illustrationen: Roberto Innocenti
Erschienen: Juli 2013
Kaufen:Amazon
Inhalt: Gute Geschichten sind magisch. Sie können sich verändern wie die Wolken am Himmel. Sophia will zu ihrer Großmutter. Es geht ihr nicht besonders gut, bestimmt würde sie sich über Besuch freuen. Das Mädchen packt Kekse, Honig und Orangen in ihren Rucksack, knöpft den roten Kapuzenmantel zu, den Großmutter ihr genäht hat, und geht los. Aber der Weg ist weit und überall lauern Gefahren. Ein Unwetter braut sich zusammen; im Großstadtdschungel treiben Schakale und Wölfe ihr Unwesen und laute, grelle Konsumtempel locken mit ihren Versuchungen. In eindrücklichen Bildern interpretiert der große Künstler Roberto Innocenti die jahrhundertealte Geschichte von Rotkäppchen für unsere Zeit.
Meinung
Interessanterweise musste ich das Buch für eine Vorlesung auf der Uni lesen. Jedes Semester bietet eine der Professorinnen eine Vorlesung zum Thema Kinder- und Jugendliteratur an, die ich immer wieder gerne besuche. Sie wählt immer sehr interessante Themen und Bücher aus und widmet eine Einheit immer Harry Potter. Klingt mehr als perfekt ;)

Das Mädchen in Rot ist ein Buch von dem ich davor noch nie gehört habe und ich muss gestehen, dass ich es wahrscheinlich auch nicht gekauft hätte wenn ich es nicht lesen musste.
Es war aber eine wirklich gelungene Neuinszenierung des altbekannten Märchens "Rotkäppchen", sondern auch ein sehr schönes Bilderbuch, welches die altbekannte Geschichte des Mädchens, das seine kränkliche Großmutter besucht in die Neuzeit versetzt hat.
Anstelle eines Waldes muss sich das Rotkäppchen in einer Großstadt zurecht finden, und statt eines Wolfes haben wir es hier mit einem erwachsenen Mann zu tun.
Das Bild baut sehr stark auf Metaphern und Anspielungen auf.
In der Großstadt z.B. ist die Protagonistin, Sophia, nicht von Wäldern und Gebüsch umgeben, sondern von riesigen Hochhäusern und Menschenmaßen soweit das Auge reicht. Auch als Leser kommt man erst einmal ins Staunen wenn man sieht wie viele Dinge der Illustrator hier eingebaut hat um das Chaos einer Großstadt zu verdeutlichen.
Es wird dann zu Schaufenstern "hineingezoomt" in denen man von A-Z alle möglichen Dinge finden kann. Neben einer unschuldigen kleinen Figur des Pinocchio und einem Fußball findet man im gleichen Schaufenster auch Waffe, Raketen und blutige Messer. Die gesamte Innenstadt ist hier sehr futuristisch aufgebaut und man weiß gar nicht was man zuerst anschauen soll.
Die Geschichte selbst baut auf den Ereignissen des Märchens auf und wurde hier lediglich modernisiert. Sophia macht sich auf den Weg um ihrer kränklichen Großmutter Lebensmittel vorbeizubringen und begegnet hierbei dem "Wolf" welcher sie ein Stück auf seinem Motorrad mitnimmt. Eine grausame Szene was passiert als Sophia (nach dem Wolf) beim Haus der Großmutter ankommt bleibt dem Leser hier erspart.
Die Illustrationen sind wirklich sehr schön gemacht und passen sehr gut zur Geschichte. Anstelle eines "modernen" Zeichenstils wurden die Illustrationen ziemlich klassisch gehalten, in Verbindung zu ebenfalls modernen Anspielungen.

Fazit
Mir hat das Bilderbuch eigentlich wirklich sehr gut gefallen, trotzdem werden einige Punkte abgezogen.
Zum einen finde ich das Format des Buches grauenhaft, es gibt keine Chance für mich das Buch in meinem Bücherregal unterzubringen, da es riesig ist. Außerdem hätte ich persönlich es besser gefunden, wenn das Buch ein wenig länger gehalten wäre! So wird auf ca. 15 Seiten mit ein wenig Text alles geschrieben, mir ist zwar klar, dass es sich hierbei in erster Linie um ein Bilderbuch handelt, aber ich denke, dass sich der Autor einen leichten Weg ausgesucht hat. Alles wurde innerhalb von 1-2 Sätzen erklärt und vieles wurde ausgelassen. Ein paar mehr Sätze hätten dem Buch nicht geschadet.


Mittwoch, 28. September 2016

Rezension - Kian

Autor: Tijan
Titel: Kian
Erschienen: Oktober 2015
Kaufen: Amazon
goodreads
Inhalt: Dark. Mysterious. Gorgeous.
Loved by all the girls.
Respected by all the guys.
...that was Kian Maston.
As the heir to a billion dollar empire, his future was promising until the day he saved my life. Everything changed for both of us, and there was one more word that could be used to describe him—dangerous.
The nation fell in love with him while falling in hate with me. He was sent to prison, and as far as they were concerned, it was my fault. I was forced to go into hiding until today.
Kian's being released from prison, and he should go back to being the golden boy he always was supposed to be. I should remain in hiding, living my life as normal as could be.
That's what we should do...


Meinung
Ich mag die Bücher der Autorin sehr gerne, manche mehr, manche weniger. Entdeckt habe ich die Autorin durch ihre "Fallen Crest" Reihe (Rezension *hier*). Die anderen Bücher haben mich bis jetzt nicht unbedingt interessiert, mittlerweile bin ich auf einem Tijan Trip. 

"Kian" ist ein wirklich sehr gutes Buch. Auf den ersten Blick erscheint es wie eine "normale" Liebesgeschichte, aber es steckt so viel mehr dahinter. 
Jo musste untertauchen, da sie nach dem Mord an ihrem Stiefvater als die Böse dargestellt wurde welche den Guten ins Gefängnis gebracht hat. Als sie noch eine Jugendliche war ist sie von ihrem Pflegevater angegriffen und von Kian verteidigt worden. Dabei hat Kian ihren Pflegevater ermordet. 
Doch anstatt über das schreckliche Ereignis zu berichten, oder von Kian als Mörder wird Jo durch den Dreck gezogen und beschimpft. Sie ist schuld an allem
Eine ziemlich gute Repräsentation unserer Gesellschaft meiner Meinung nach. Oft genug werden Opfer, vor allem weibliche, nicht ernst genommen. Es wird nach Gründen gesucht warum ihnen etwas zugestoßen ist. Sie haben das falsche angehabt, sind alleine nachhause gegangen, waren betrunken... Die Liste ist endlos und macht mich immer wieder aufs Neue wütend. 
Tijan hat genau dieses Problem unserer Gesellschaft dargestellt mit Hilfe einer Protagonistin die das Opfer ist, jedoch als wahrer Täter dargestellt wird. 
Dabei kann man sich sehr gut in die Gefühlslage von Jo hineinversetzen. Als Kian aus dem Gefängnis kommt droht ihre Identität aufzufliegen. Sie hat versucht sich auf dem College ein neues Leben aufzubauen und ihre Vergangenheit zurückzulassen. Jetzt droht alles aufzufliegen. Niemand weiß wer sie ist und dabei sollte es auch bleiben. 
Doch da Kian nun wieder frei ist scheint alles wieder von vorne anzufangen. Hier beginnt die Geschichte. 

Jo, die Protagonistin, war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich konnte ihre Gefühle immer gut verstehen und auch ihre Handlungen nachvollziehen. Ihr Leben ist alles andere als einfach jedoch meistert sie jede Hürde die sich ihr in den Weg stellt. 
Über Kian habe ich ehrlich gesagt keine Meinung. Er hatte für mich sehr wenig Charakter und nichts an ihm fand ich beeindruckend. Ein paar der Kapitel wurden aus seiner Sichtweise geschrieben, dabei wurden hauptsächlich seine Handlungen und nicht seine Gefühle oder Gedanken beschrieben was ich ehrlich gesagt sehr irritierend fand. 

Insgesamt haben die Beiden jedoch eine sehr gute Chemie. Gestört hat mich jedoch, dass Jo manchmal an nichts anderes als Kian denken konnte und das natürlich im romantische Sinne ;) Ihr Leben ist kurz davor sich drastisch zu verändern und sie klammert sich an ihre Gefühle zu Kian. Ich kann zwar nachvollziehen warum die Autorin diesen Weg eingeschlagen hat, immerhin ist das Buch auch als Liebesroman kategorisiert, aber teilweise hat es etwas extrem und übertrieben gewirkt.

Der Schreibstil war für mich nicht überraschend. Ich habe schon genügend Bücher von Tijan gelesen und weiß welche Art von Schreibstil ich zu erwarten habe: einen sehr guten! 

Fazit
Schlussendlich muss ich sagen, dass ich das Buch wirklich sehr mochte. Es ist zwar in erster Linie ein Liebesroman aber die gesellschaftskritischen Aspekte haben mir sehr gut gefallen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen. 

Auch wenn ein bisschen weniger Romanze meiner Meinung nach besser gewesen wäre bin ich wirklich begeistert von dem Buch und würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. 







Rezension - Dumplin'

Autor: Julie Murphy
Titel: Dumplin'
Erschienen: September 2015
Kaufen: Amazon
goodreads
Inhalt: Self-proclaimed fat girl Willowdean Dickson (dubbed “Dumplin’” by her former beauty queen mom) has always been at home in her own skin. Her thoughts on having the ultimate bikini body? Put a bikini on your body. With her all-American beauty best friend, Ellen, by her side, things have always worked…until Will takes a job at Harpy’s, the local fast-food joint. There she meets Private School Bo, a hot former jock. Will isn’t surprised to find herself attracted to Bo. But she is surprised when he seems to like her back.
Instead of finding new heights of self-assurance in her relationship with Bo, Will starts to doubt herself. So she sets out to take back her confidence by doing the most horrifying thing she can imagine: entering the Miss Clover City beauty pageant—along with several other unlikely candidates—to show the world that she deserves to be up there as much as any twiggy girl does. Along the way, she’ll shock the hell out of Clover City—and maybe herself most of all.
With starry Texas nights, red candy suckers, Dolly Parton songs, and a wildly unforgettable heroine—Dumplin’ is guaranteed to steal your heart.
  


Meinung
Normalerweise bin ich nicht so der Fan von Büchern in denen es hauptsächlich darum geht, dass der oder die Protagonistin übergewichtig ist. Meistens hat das Buch dann keine andere Handlung und ist nur auf das Gewicht der Person reduziert. Jedoch hat mich das Buch an die TV Serie "My mad fat diary" erinnert , wovon es übrigens auch ein Buch gibt. Ich persönlich liebe die Serie und wollte daher Dumplin' eine Chance geben, da mich die Beschreibung der Protagonistin neugierig gemacht hat.
Außerdem habe ich Online schon einiges von dem Buch gehört und alle scheinen begeistert davon zu sein.
Die Geschichte selbst ist einfach genug und an sich nichts Neues, dennoch hat es die Autorin geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.
Willowdean ist ein Charakter den bestimmt nicht alle mögen, aber ich liebe sie für ihre Persönlichkeit. Sie nimmt kein Blatt vor dem Mund und nennt die Dinge wie sie sind. 
Die Autorin hätte eine Person erfinden können die versucht in keinem anderen Menschen Makel zu finden. So a lá "Ich bin nicht perfekt also erwarte ich mir das auch nicht von anderen". Willodean sieht die Menschen für das was sie sind.
Es gibt z.B. ein Mädchen, dass dicker ist als Willowdean selbst das wird ganz plump und ohne zögern auch so gesagt!
Egal ob dick oder dünn, groß oder klein wir alle hatten schon mal den kleinen Teufel auf der Schulter sitzen der uns dazu bringt "böse" Gedanken über eine Menschen zu haben, gleich ob wir diese Personen kennen oder nicht. Das macht uns menschlich und genau das macht Willowdean so realistisch.
Ich hoffe ich verlaufe mich gerade nicht im Sand und ihr wisst was ich meine? ;)
Die Autorin verschönt einfach nichts und beschreibt die Dinge so wie sie sind.

Willowdean schwankt oftmals zwischen Selbsthass und Selbstvertrauen! Auf der einen Seite meint sie, dass sie sich nicht für ihren Körper schämen muss und es keinen Grund dafür gibt sich sofort mit einem Handtuch zu bedenken wenn sie aus dem Pool kommt. Haben die Leute ein Problem mit ihrem Körper ist das deren Problem.
Auf der anderen Seite widert sie sich selbst an als sie mit Bo rummacht und denkt, dass er all ihre Speckfalten fühlen kann. Sie macht sich auch irrsinnig Gedanken darüber was die Leute darüber denken, sollten sie Händchen haltend auf der Straße gesehen werden.
Ich glaube, dass das der Grund ist wieso ich mich so gut in die Protagonistin hineinversetzen konnte. Ich selbst bin auch nicht schlank und habe Tage an denen ich finde, dass ich so wie ich bin gut bin! An anderen Tagen habe ich das Gefühl als wäre ich der hässlichste Mensch auf Erden. Ich glaube wir alle keinen das nur zu gut! Die Autorin hat das wirklich gut dargestellt und verbildlicht.
Die Protagonistin wird auf keinem Fall von jedem geliebt werden. Ich bin mir sogar sicher, dass einige sie hassen werden.
Der Rest der Charaktere besteht aus einem bunten Mix, die alle ihre Eigenheiten mit sich bringen.
Ellen ist die beste Freundin, die auf den ersten Blick perfekt zu sein scheint, dennoch auch ihre Ecken und Kanten hat.
Bo ist ein Typ der mir in dieser Art eigentlich noch nie in Romanen begegnet ist. Er redet nicht viel und behält seine Gedanken hauptsächlich für sich. Erst ziemlich am Ende erfahren wir mehr über ihn und seine Vergangenheit.
Willowdeans Mutter kann teilweise sehr unerträglich sein, aber ich denke das liegt daran, dass wir über die sie nur durch Willowdeans innere Gedanken erfahren. Dadurch hat man als Leser eine ziemlich einseitige Sicht der Dinge, ich persönlich glaube auf keinen Fall, dass die Mutter so schrecklich ist wie sie dargestellt wird.
Der Inhalt an sich birgt keine Überraschungen, die Story geht gerade von A nach B ohne irgendwelche Nebenhandlungen. Dafür erzählt die Autorin die Geschichte von Willowdean mit Witz und Charm.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, ich denke auch als Englisch Anfänger kann man dem Inhalt auf jeden Fall einfach folgen.
Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist schlicht gehalten und passt perfekt zur Geschichte, auch der Titel des Buches ist passend gewählt. Hier wurde eindeutig nichts falsch gemacht!
Fazit
Ich denke, dass Dumplin' ein Buch ist bei dem sich die Meinungen spalten werden. Die Einen lieben es, die Anderen hassen es. Ein Dazwischen wird kaum es nicht geben.
Ich persönlich fand die Geschichte wirklich sehr gut und auch die Beschreibungen der Personen wirken sehr realistisch.
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und habe auch schon zu ein paar Arbeitskolleginnen gemeint, dass sie es unbedingt lesen sollen!

Montag, 26. September 2016

Montagsfrage #10



Auch diese Woche gibt es wieder eine Montagsfrage bei Buchfresserchen, wenn ihr mitmachen wollt schaut am besten gleich bei ihr vorbei!

Welches Buch hast du zuletzt aufgrund der Rezension eines anderen Buchbloggers gelesen?  
 
Meistens landen Bücher die ich durch Rezensionen entdecke auf meiner ewig langen Wunschliste bevor ich sie dann endlich lese. Falls ich sie überhaupt noch lese! Manchmal klingt ein Buch durch eine Rezension wahnsinnig spannend wenn man sich dann aber genauer damit beschäftigt merkt man, das es doch nicht das Richtige ist.
Zuletzt habe ich "Book Elements" von Stefanie Hass gelesen, da die Autorin selbst in der Buchgemeinschaft unterwegs ist und die Rezensionen durchgehen positiv war. Ich kann mich zwar nicht an die eine Rezension erinnern durch die ich das Buch dann besorgt habe, es war mehr ein Zusammenspiel aus allen.
 
Leider hat mir persönlich das Buch nicht gefallen, meine Rezension dazu könnt ihr *hier* lesen.
 
 
 


Donnerstag, 22. September 2016

Rezension - Bookelements Band 1 - Die Magie zwischen den Zeilen

Autor: Stefanie Hass
Titel: Book Elements
Veröffentlicht: September 2015
Kaufen: Amazon
Inhalt: Wenn die Menschen nur wüssten, wie gefährlich das Bücherlesen ist, wäre Lins Job um einiges leichter. Aber leider verlieben sich tagtäglich junge Frauen in ihre Romanfiguren und ahnen dabei nicht, dass sie ihnen mit jedem schwärmerischen Seufzer ein wenig mehr Leben einhauchen – bis die Protagonisten aus den Bücher heraustreten, die Stadt unsicher machen und Lin sie wieder einfangen muss. Die unwiderstehlichen Vampire, die muskulösen Außerirdischen, die Gitarre spielenden Bad Boys … Als Wächterin der Bibliotheca Elementara kennt Lin sie alle persönlich. Alle außer Zacharias, den Protagonisten ihres Lieblingsbuchs "Otherside", das sie entgegen aller Wächterregeln heimlich liest. Dabei ist er der einzige Romanheld, den sie gerne einmal kennenlernen würde …

Meinung
Nachdem ich schon etliche Rezensionen zu dem Buch in der Bloggergemeinschaft gesehen habe musste ich es jetzt auch mal lesen. Vor allem da alle die Reihe lieben und von den Ideen der Autorin schwärmen.
Leider kann ich die allgemeine positive Meinung nicht teilen!
Ich finde es toll, dass die Bloggergemeinschaft so gut zusammenhält und mit Freude und Eifer die Bücher anderer Blogger liest. Wer es nicht weiß: Die Autorin ist Inhaberin von www.hisandherbooks.de/.
Ich liebe den Zusammenhalt und die Unterstützung der Blogs untereinander. 

Aber wie gesagt: ich kann die vielen positiven Meinungen leider nicht nachvollziehen.
Die Idee der Autorin ist an sich nichts Neues! Viele haben sich schon daran versucht und mein erster Gedanke beim Lesen der Inhaltsangabe war "Tintenherz" von Cornelia Funke. Im Endeffekt sind es aber zwei komplett unterschiedliche Bücher die eigentlich nur wenige Gemeinsamkeiten haben.

Das Buch klingt sehr vielversprechend, aber im Endeffekt fehlt meiner Meinung nach die Basis. Als Leser wird man direkt in das Geschehen hineingeworfen ohne ein Warum. Man muss sich alles selbst zusammenreimen, außer den Basics wird nicht viel über das Universum, in dem die Geschichte spielt, erzählt. Haas hat sich vor dem Schreiben des Romans bestimmt viele Gedanken darüber gemacht und hätte auch eine sehr gute Geschichte aufbauen können, leider ist das nicht gut rübergekommen. Mir wäre es lieber gewesen, wenn das Buch etwas länger gewesen wäre und dafür mehr Informationen bereitgestellt worden wären.

Obwohl das Buch ziemlich kurz ist (knappe 250 Seiten) habe ich satte 3 Tage zum Lesen gebracht. Das ist bei mir normalerweise nie der Fall! Aber ich musste es einfach immer wieder auf die Seite legen weil ich nicht mehr konnte. Die 250 Seiten sind vollgepackt mit der inneren Gedankenwelt der Protagonistin. Es gibt kaum Dialoge und wenn doch sind auch diese mit ca. 5-zeiligen inneren Monologen unterbrochen bevor Person A von Person B eine Antwort bekommt.

Die Protagonistin der Geschichte ist Lin, ich bin mir ziemlich sicher, dass sie 20 Jahre alt ist, verlasst euch aber nicht drauf! Das Alter der Protagonistin wird nur einmal erwähnt und ihr Verhalten erinnert eher an das einer 16 Jährigen. Das kann für alle Charaktere der Geschichte gesagt werden, sie benehmen sich wie typische Jugendliche aus diesem Genre. Ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung habe, ob es in dem Buch jemand gibt der älter als 20 ist. Ihr wisst schon ein "richtiger" Erwachsener.

Lin hat meiner Meinung nach nicht wirklich eine Persönlichkeit oder ein Merkmal, das sie von anderen Charakteren abhebt bzw. auszeichnet. Auch das gilt für alle anderen Charaktere. Wir lernen zwar einige kennen, erfahren aber nichts über diese. Ich kann euch nicht sagen, ob die Personen witzig, ernst, sarkastisch, nervig, wütend oder sonstiges sind. 
Die Autorin versorgt den Leser auch nicht mit Hintergrundinformationen.

Am wenigsten verstanden habe ich das bei Zac, einem Buchcharakter den die Protagonistin aus einem Buch kennt und seit dem ersten Aufschlagen absolut vergöttert. Als er dann vor ihr steht interessiert sie sich überhaupt nicht für ihn und als Leser kann man nicht nachvollziehen was genau denn nun so toll an ihm sein soll. 
Die Geschichte aus der Zac stammt heißt "Otherside" und ich muss sagen, dass ich auch nach dem Lesen noch immer keine Ahnung habe um was es in der Geschichte innerhalb der Geschichte nun eigentlich geht.

Der Schreibstil an sich war nicht schlecht obwohl er ein wenig kindisch wirkt. Ich dachte am Anfang, dass es sich um die Geschichte einer ca. 15 Jährigen handelt, dass die Protagonistin dann 20 Jahre ist war ich sehr verwundert, sowohl der Schreibstil als auch die Dialoge und auch das Verhalten der Personen passen einfach nicht zum angegebenen Alter. Ich habe mich dann einfach damit abgefunden, in meinem Kopf hat es sich dennoch um Jugendliche gehalten. 

Die Autorin macht innerhalb der Geschichte immer wieder Anspielungen auf andere im echten Leben existierende Bücher. So z.B. Jennifer L. Armentrout die, wie wir alle wissen, meine Lieblingsautorin ist! Figuren aus ihren Büchern, aber auch aus anderen Jugendromanen haben in der Geschichte einen Platz gefunden. Wie akkurat diese Figuren übernommen wurden liegt in der Entscheidung des jeweiligen Lesers, ich war von einigen sehr begeistert von anderen weniger... 

Fazit
Es tut mir im Herzen weh, dass ich dem Buch nicht mehr Sterne geben kann. Ich finde den Zusammenhalt der Bloggergemeinschaft wirklich genial und würde mich da auch gerne anschließen, dennoch will ich in meiner Rezension ehrlich bleiben. Ich selbst folge hisandherbooks und lese gerne ihre Beiträge, bei dem Buch handelt es sich für mich aber leider um einen Flopp... 





Mittwoch, 14. September 2016

Rezension - Truthwitch

Autor: Susan Dennard
Titel: Truthwitch
Reihe : Witchlands #1
Erschienen:
Kaufen: Amazon
Inhalt: In a continent on the edge of war, two witches hold its fate in their hands.
Young witches Safiya and Iseult have a habit of finding trouble. After clashing with a powerful Guildmaster and his ruthless Bloodwitch bodyguard, the friends are forced to flee their home.
Safi must avoid capture at all costs as she's a rare Truthwitch, able to discern truth from lies. Many would kill for her magic, so Safi must keep it hidden - lest she be used in the struggle between empires. And Iseult's true powers are hidden even from herself.
In a chance encounter at Court, Safi meets Prince Merik and makes him a reluctant ally. However, his help may not slow down the Bloodwitch now hot on the girls' heels. All Safi and Iseult want is their freedom, but danger lies ahead. With war coming, treaties breaking and a magical contagion sweeping the land, the friends will have to fight emperors and mercenaries alike. For some will stop at nothing to get their hands on a Truthwitch.
Meinung
Um ehrlich zu sein hatte ich keine große Erwartungen an das Buch. Ich habe bevor ich es gekauft hat nichts darüber gehört und hatte keine Vorstellungen um was es geht. Im Endeffekt war ich bei Thalia in einem Kaufrausch und da ist dieses Buch auch mit zur Kassa gewandert.
Ich habe dann vollkommen darauf vergessen und das Buch ist für einige Zeit ungeliebt in meinem Regal gestanden. Jetzt ist es fertig gelesen und ich bin echt froh über meinen Impulskauf!
Ich muss dazu aber sagen, dass ich das Buch gleich nach den ersten paar Kapitel fast wieder auf die Seite gelegt hab. Dass die Geschichte aus 2 Perspektiven geschrieben wurde ist nahe liegend, als dann jedoch daraus 3 Sichtweisen wurden und im Endeffekt sogar 4 war ich dann doch etwas skeptisch dem Buch gegenüber eingestellt.
Wer mich kennt und meinem Blog schon einige Zeit folgt weiß, dass ich mehrere Perspektiven nicht leiden kann, vor allem wenn man es nicht anhand der Inhaltsangabe erkennt.
Aber gut, ich wollte dem Buch dann doch eine Chance geben was vor allem daran lag, dass die Autorin einen wirklich angenehmen Schreibstil hat.
Die 4 verschiedenen Perspektiven haben das Buch im Endeffekt wirklich gut abgerundet. Es wurde immer in den richtigen Momenten gewechselt und die Hauptpersonen waren dennoch Safiya und Iseul, die beiden Mädchen die auch schon in der Inhaltsangabe beschrieben wurde.
Safiya ist eine "Truthwitch" und wie der Name schon sagt weiß sie wann jemand lügt oder die Wahrheit sagt. Eine Fähigkeit die sie ihr Leben lang geheim gehalten hat.
Iseult ist eine "Threadwitch" was heißt, dass sie die Verbindungen und Bindungen zwischen Menschen erkennen kann.
Die Beiden sind mehr als nur beste Freundinnen und würden ihr Leben für die jeweils andere sofort riskieren.
Die Beziehung der Beiden war wirklich schön beschrieben und ausgedacht. Es gab keine Hintergedanken, Eifersucht oder sonstiges. Sie sind immer füreinander da und würden auch alles füreinander tun.
Die Geschichte wurde außerdem aus der Sicht von Merik und Aeduan geschrieben, da die Beiden für den Verlauf der Handlung und auch den Inhalt selbst wichtig sind kann ich verstehen wieso die Autorin auch ihre Sicht der Dinge beschreiben wollte.
Die Geschichte an sich ist nichts neues, wer schon öfters Bücher im Bereich der High Fantasy gelesen hat wird einige Elemente erkennen, die auch in anderen Bücher der Art vorkommen.
Der Aufbau des Universums ist sehr leicht gehalten, alles folgt einer geraden Linie und es gibt für den Leser keine Überraschungen. Es wäre schön gewesen wenn sich die Autorin etwas Neues hätte einfallen lassen, aber dem war leider nicht so.
Auch die Geschehnisse waren vorhersehbar und auch der kleine "Plot Twist" (der nicht der Rede wert ist - Plot Twist ist ein wenig übertrieben) konnte mich nicht überzeugen.
Dennoch beweist die Autorin viel Fantasie und das Buch hat mir wirklich gut gefallen, ich denke, dass sie ihre Geschichte in den nächsten Teilen weiter ausarbeiten kann und daraus wirklich eine epische Serie entstehen könnte. 
Fazit
Auch wenn es einige Kritikpunkte gibt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist eine von den Geschichten die einfach gefällt auch wenn es keine wirkliche Begründung dafür gibt.
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und warte schon gespannt auf die nächsten Teile.

Montag, 12. September 2016

Book Talk - Verfilmung von Die Insel der besonderen Kinder

Autor: Ranson Riggs
Titel: Die Insel der besonderen Kinder
OT: Miss Peregrine's home for peculiar children
Erschienen: 1. August 2013
Inhalt: Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …
Die Verfilmung
Es ist zwar mittlerweile schon länger bekannt, dass das Buch verfilmt werden soll aber so wirklich beschäftigt habe ich mich noch nicht damit! Ich hab dann in einem meiner nächtliche Ausflüge auf YouTube (die haben wir doch alle) zufällig den Trailer entdeckt und wollte auch mal meinen Senf dazu geben.
Das Buch selbst habe ich vor ca. 2-3 Jahren gelesen. Ich bilde mir ein es gleich nach der Veröffentlichung gekauft zu haben, aber sicher bin ich mir da nicht! Auf jeden Fall ist es schon etwas länger her, deswegen sind meine Erinnerungen etwas schwammig!
Angesprochen hat mich das Buch damals in erster Linie wegen der Bilder! Wenn ihr das Buch noch nicht habt, schaut euch mal in einer Buchhandlung danach um und blättert es durch! Die darin enthaltenen Fotos sind wirklich genial!
Hier könnt ihr euch den Trailer anschauen:


Der Trailer erweckt für mich den Eindruck als würde es sich hierbei um einen Kinderfilm halten. Wie gesagt, es ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich weiß noch genau, dass ich manche Stellen wirklich sehr unheimlich fand! Das kommt im Trailer absolut nicht rüber. Es wirkt mehr wie ein mysteriöser Abenteuerfilm für Kinder, ich weiß nicht so ganz was ich davon halten soll. Ich bin aber eher nicht so begeistert davon.

Aber vielleicht ist der Trailer auch einfach nur schlecht gemacht und die Atmosphäre an die ich mich beim Lesen erinnern kann wird auch im Film so rüberkommen. Jetzt heißt es wohl abwarten und Tee trinken.

Der Film erscheint übrigens im Oktober 2016, lange warten müssen wir also nicht mehr!
Regie führt übrigens Tim Burton, also wird der spooky Faktor vielleicht doch nicht erfüllt :D

Was sagt ihr dazu? Habt ihr das Buch gelesen? Was haltet ihr vom Trailer?



Dienstag, 6. September 2016

Rezension - Anti stepbrother

Autor: Tijan
Titel: Anti Stepbrother
Erschienen:
Kaufen:
Amazon
Inhalt: He told me to settle.
He asked what was wrong with me.
He called me an easy target.
That was within minutes when I first met Caden Banks.
I labeled him an *sshole, but he was more than that. Arrogant. Smug. Alpha.
He was also to-die-for gorgeous, and my stepbrother’s fraternity brother.
Okay, yes I was a little naive, a tad bit socially awkward, and the smallest amount of stalker-ish, but if Caden Banks thought he could tell me what to do, he had another thing coming.
I came to college with daydreams about being with my stepbrother, but what if I fell for the anti-stepbrother instead?

Meinung
Tijan schreibt Bücher von denen ich ehrlich gesagt nie erwartet hätte, dass ich sie im Endeffekt so sehr mag. Die Inhalte klingen immer sehr nach 0815 Liebesgeschichte ohne tatsächlichen Inhalt. Dem ist aber bei weitem nicht so. Auch bei "Anti Stepbrother" war ich mir sicher, dass es sich um eine Geschichte handeln wird die ich schon in zig Ausführungen von verschiedenen Autoren gelesen hat. Dem war auch nicht so ;)

Die Inhaltsangabe spiegelt den tatsächlichen Inhalt wirklich sehr schlecht wider.
Summer hat ihre Mutter vor ein paar Jahren verloren, ihr Vater hat gleich darauf eine Neue geheiratet und ist mit seiner Tochter in das Haus seiner neuen Frau gezogen. Diese hat einen Sohn aus einer vorigen Ehe - Kevin. Er ist der beliebteste Typ an der Schule und jeder steht auf ihn. Auch Summer. Dass Kevin ein schlechter, arroganter und unangenehmer Typ ist wird ihr erst später klar. Er ist niemals Single, hält es nie mit der gleichen Freundin mehr als 6 Monate aus und betrügt diese auch immer wieder.
Als sie dann in das gleiche College wie ihr Stiefbruder kommt denkt sie, dass sie nun endlich ihre Chance hat.
Dem ist natürlich nicht so - gleich im ersten Kapitel der Geschichte lernt Summer jedoch Caden kennen. Der laut Inhaltsangabe als bad boy wie er im Buche steht beschrieben wird. Das ist er jedoch nicht - ganz im Gegenteil: er ist nett, freundlich, hat die richtigen Werte und tut alles für die Menschen die er liebt.
Auch wenn er all die Dinge die in der Beschreibung stehen wirklich gesagt hat war es nicht böse gemeint - zumindest ist es meiner Meinung nach nicht so rübergekommen.
Und nun beginnt das Gefühlschaos von dem ich euch aber nicht allzu viel erzählen werde, immerhin sollt ihr auch ein wenig überrascht werden!
Summer, die Protagonistin war für mich persönlich teilweise extrem nervig. Sie hat eine Art die mich im echten Leben absolut in den Wahnsinn treiben würde. Ich gebe auch manchmal unnötige Kommentare von mir die meistens nur ich selbst witzig finde (^^) aber bei Summer hat das Ausmaße angenommen die echt nicht mehr lustig waren. Die Autorin hätte echt ein wenig zurückschrauben können. Ich konnte Summer teilweise nicht ernst nehmen und hätte sie am liebsten durchgeschüttelt...
Caden ist, wie schon gesagt, nicht der bad boy den man sich in Geschichten dieser Art erwarten würde. Er war wirklich nett und vor allem aufmerksam, ich war positiv überrascht.

Die Beiden hatten eine gute Beziehung die sich auf eine sehr natürlich und nicht überstürzte Art entwickelt hat. Das hat die Autorin wirklich gut gemacht, da können sich andere eine Scheibe davon abschneiden... 
Ich wusste echt nicht was ich für das große Finale erwarten sollte. Bücher dieser Art haben am Ende immer das große Drama, in welchem der bisherige Inhalt aus dem Fenster geworfen wird nur um das Ende dramatisch zu gestalten. Meistens sind das Dinge die ich weder erwartet noch gewollt hätte.
Tijan hat das jedoch glücklicherweise anders gelöst, das Ende des Buches spielt von der ersten Seite an eine Rolle wodurch es nicht unrealistisch wirkt und auch sehr gut zum Rest des Inhaltes passt.

Ich glaub ich muss gar nicht erwähnen, dass ich das Cover absolut hasse! Wer meinem Blog schon länger folgt weiß, dass ich Cover solcher Art absolut schrecklich finde! Sie passen zwar meistens zur Geschichte sind aber nicht unbedingt welche mit denen ich in der Öffentlichkeit gesehen werden möchte. Natürlich gibt es viel schlimmere aber ja... schlimmer geht's immer ;)
Fazit
Tijan hat mich mal wieder überrascht und mit der Geschichte vollkommen umgehauen! Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, auch wenn das Genre nicht Jedermanns Sache ist lohnt sich ein Blick in das Buch dennoch!

Sonntag, 4. September 2016

Montagsfrage #9

 
Auch diese Woche gibt es wieder eine Montagsfrage bei Buchfresserchen, wenn ihr mitmachen wollt schaut am besten gleich bei ihr vorbei! 
 
 Habt Ihr ein schlechtes Gewissen gegenüber Protagonisten, wenn die bspw. hungern müssen und Ihr nebenher futtert?
 
Sehr interessante Frage diesmal xD

Ich habe kein schlechtes Gewissen wenn ich etwas esse während die Protagonistin verhungert! Das wäre mir auch noch nie eingefallen oder auf irgendeine Weise aufgefallen. Ich habe ja auch kein schlechtes Gewissen in der Sonne im Pool zu liegen und ein Buch zu lesen während ein Protagonist in einer apokalyptischen Welt um sein Leben kämpft! Nee... ich denke es gibt andere Probleme in der Welt als sich Gedanken darüber zu machen, ob ein Protagonist Hunger hat ^^