Montag, 28. September 2015

Rezension - Fallen Crest High


Autor: Tijan
Titel: Fallen Crest High
Genre: YA Liebesroman
Kaufen: Amazon (den ersten Teil gibts gratis für den Kindle) 

Inhalt:
Mason and Logan Kade are two brothers who did their own thing. They were rich and expected to attend her school, Fallen Crest Academy. They chose public school and now Samantha has to live with them. The problem is that she doesn't care at all: about them, about her friends, about her cheating boyfriend, or even about her parent's divorce. But maybe that's a good thing. Maybe change is a good thing.



Nachdem Sams Mutter sich von ihrem Vater scheiden lässt ziehen die beiden in das Haus des neuen Liebhabers/Freund der Mutter, dem Vater von Logan und Mason Kade.  Aber all das ist Sam egal. Aus welchen Grund auch immer scheint sie keine bestimmte Gefühlsregung demgegenüber zu haben, außer, dass sie genervt ist. Das zieht sich durch das gesamte Buch - sobald sie anfängt irgendwas zu fühlen oder wenn sie eine Situation verarbeiten will, läuft sie für einige Stunden. Danach ist wieder alles Friede, Freude, Eierkuchen. 
Das Fehlen einer ewigen Gefühlsduselei ist einerseits erfrischend aber andererseits auch komisch. Beim Lesen spürt man einfach, dass etwas fehlt. Man erfährt schon was in ihr vorgeht, man weiß warum sie manche Entscheidungen trifft aber es gibt keine seitenlangen Beschreibungen ihrer Enttäuschung, Wut, Schmerz etc. wie es bei einem Buch dieser Art zu erwarten ist. Teilweise kann Sams gefühlskalte Art ziemlich verstörend sein! 

Das Drama ist eines der Punkte der mich an Fallen Crest High gestört haben. Es passiert zu viel. Oftmals gibt es mehrere Vorfälle gleichzeitig und als Leser weiß man nicht auf was genau man sich konzentrieren soll. Teilweise war Sam auf einen Charakter wütend wegen etwas das 50 Seiten davor passiert ist und ich musste immer wieder nachlesen wieso, weil in der Zwischenzeit schon einige andere Dinge vorgefallen sind. 

Was mir gut gefallen hat ist die Dynamik zwischen den Charakteren. Vor allem Logan und Mason haben eine unglaublich interessante (wenn auch nicht immer gesunde) Beziehung zueinander. Beide sind extrem loyal und würden alles für einander tun, diese Loyalität bekommt auch Sam zu spüren nachdem die Beiden sie akzeptiert haben

Das Cover gefällt mir persönlich nicht, aber für die Geschichte selbst ist es sehr passend.

Meiunung 
Alles in allem, abgesehen von einigen Grammatikfehler, fand ich das Buch im nicht allzu schlecht. Die Dialoge sind unglaublich witzig und die Dynamtik zwischen den Charakteren gefällt mir wirklich sehr gut! Mir kam es so vor als würde die Geschichte kein Ende nehmen, das liegt wohl daran, das Tijan einfach unglaublich viel eingebaut hat. 
Ich war positiv überrascht!
Ich will damit nicht sagen, dass ich all die Makel außer Acht lassen werde, wie gesagt die Beziehung zwischen einigen der Charakteren ist mehr als ungesund, manche Stellen hätte sich Tijan wirklich ersparen können. Aber für das, als was das Buch beschrieben wird und was man sich erwarten kann von einer Geschichte wie dieser, war es wirklich nicht so schlecht. Daher: 

3 von 5 Sternen 

Mittwoch, 23. September 2015

Rezension - After [ein kurzer rant]

Achtung! Hier folgt ein rant: 
 

Autor: Anna Todd
Titel : After passion
OT: After
Genre: Liebesroman
Kaufen: Amazon

Inhalt: 
Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington Central University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Und er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war. 


Ich sollte mir abgewöhnen Bücher willkürlich zu kaufen nur weil ich das Cover schön finde und ich irgendwo über drei Ecken mal davon gehört hab. 
After von Anna Todd ist zwar nicht eines der schlechtesten Bücher aber ja... richtig begeistert war ich auch nicht davon. 

Das größte Problem für mich ist, dass die Beziehung zwischen Tessa und Hardin sehr stark an 50 shades of grey erinnert! Zwar handelt es sich nicht um eine BDSM-Geschichte (Auch wenn das was die wehrte Frau James fabriziert hat alles andere als eine gesunde BDSM Beziehung ist aber ja.. reden wir nicht weiter darüber) 
Die beiden können sich von Anfang an nicht leiden, schreien sich eigentlich durchgehend an und Streiten wegen jeder Kleinigkeit.
Ich bin absolut dafür, dass Fanfiction eine Chance bekommt auch an die breite Maße zu gelangen, aber wieso werden immer nur die schlechtesten veröffentlicht?? Es gibt so viele gute Fanfictions, lest doch die!!

Ich weiß nicht wie viele letzte Chancen Tessa Hardin gegeben hat, nach ca. fünf Mal habe ich aufgehört mitzuzählen! Liebe Mädels wenn euch jemand so behandelt wie Hardin dann packt eure Koffer und rennt so schnell ihr könnt in die andere Richtung!! Egal wie gut er aussieht und egal wie charmant und nett er sein kann (wenn er will)! Typen wie Hardin sind einfach keine guten Menschen. 

Und Tessas Mutter... Alter Schwede mich hat selten ein Charakter so sehr aufgeregt wie Tessa bei all ihren Begegnungen mit ihrer Mutter!! Du bist eine erwachsene Frau verdammt nochmal! Verteidige dich selbst und kauer nicht in der Ecke herum wenn deine Mutter mit dir schimpft! 

Und dieses Ende!! WOW... Todd wollte ein dramatisches und herzzerreißendes Ende schreiben, das hat man gemerkt, leider habe ich einen Lachkrampf bekommen! Es hat an jeden Teenie Film der 90er erinnert!! Ich weiß echt nicht was sich Todd dabei gedacht hat!? Sie hat ein altbekanntes Klischee verwendet, jedoch war es wirklich nur ein Flopp. 

Das einzig positive an dem Buch war der Schreibstil! Auch wenn ich einige Fehler entdecken konnte und manche Sätze falsch konstruiert waren so hat Anna Todd dennoch eine angenehme Art zu schreiben! Ich finde es schade, dass sie ihr Talent für eine Geschichte wie After vergeudet hat! Würde sie eine originellere Geschichte schreiben und keine 0815 50 Shades teenie Geschichte, und hätte einen guten Verleger könnte sie wirklich viel Erfolg haben! 

Das Cover der englischen Version find ich wirklich schön, da es einfach gehalten ist. Es war der Grund wieso ich das Buch gekauft habe ohne wirklich etwas darüber zu wissen!
Das deutsche Cover hingegen ist der Stoff aus dem Alpträume entstehen... 


Auch wenn ich beide Hauptcharaktere absolut nicht leiden kann und der Geschichte an Originalität fehlt mag ich den Schreibstil und würde mir vielleicht falls Todd jemals etwas anderes schreibt dieses Buch kaufen. Deshalb gibt es: 


2 von 5 Sternen 


Montag, 21. September 2015

Rezension - Demon Road


Autor: Derek Landy
Titel: Demon Road
Genre: YA Fantasy 
Kaufen: Amazon

Inhalt:
For anyone who ever thought their parents were monsters…Amber Lamont is a normal sixteen-year-old. Smart but insecure, she spends most of her time online, where she can avoid her beautiful, aloof parents and their weird friends.
But when a shocking encounter reveals a horrifying secret, Amber is forced to go on the run. Killer cars, vampires, undead serial killers and red-skinned, horned demons – Amber hurtles from one threat to the next, revealing the terror woven into the very fabric of her life. A her parents close behind her, Amber’s only chance rests with fellow travelers, who are not at all what they appear to be… Witty, action-packed and heart-stoppingly thrilling, Demon Road will take you on an epic road-trip across the supernatural landscape of America.

Meinung:
Bis zu dem Moment als Amber erfährt, dass ihre Eltern sie umbringen wollen, sie sogar dafür geboren ist, verläuft ihr Leben normal und grenzt sogar ans Langweilige. 
Nachdem das Familiengeheimnis gelüftet wurde beginnt für sie die Flucht zusammen mit Miles und seinem 1970 Dodge Charger. Auf der Flucht begegnen die beiden einigen verrückten, unheimlichen oder auch einfach nur übernatürlichen Gestalten, diese Begegnungen sind mit so viel Witz geschrieben, dass ich sie mehr als einmal doppelt oder sogar dreifach lesen musste. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass einfach so unglaublich witzig geschrieben wurde, und an Sarkasmus hat Landy auch nicht gespart.

Oft kann ein Schreibstil mit so viel Witz übertrieben wirken und im Endeffekt mehr für Augenrollen als für Lachen sorgen. Bei Landy ist das keineswegs der Fall!

Die Spannung in der Geschichte scheint einfach kein Ende zu nehmen. Andere Autoren hätten alles, was den Charakteren passiert, wohl zu 3-4 Büchern aufgeteilt, nicht Landy. Das Trio stürzt von einem Abenteuer ins nächste - eine entspannte Phase gibt es weder für die Protagonisten noch den Leser! Das ist der Grund, wieso ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen wollte! Ich MUSSTE wissen wie es weiter geht! Wer braucht schon Schlaf? Vor allem wenn man Demon Road lesen kann?

Die Charaktere Amber und Milo haben mir wirklich sehr gut gefallen. Amber wird als mollig und nicht besonders hübsch beschrieben – endlich eine Protagonistin die nicht für das schönste Mädchen gehalten wird (und dieser Meinung natürlich nicht zustimmt...). Es ist erfrischend! Sie wirkt nicht wie ein übertriebener Charakter in vielen YA Büchern, sondern  wie ein normales Mädchen, dass mit ihren Problemen zu kämpfen hat. Als Leser kann man sich sehr gut mit ihr identifizieren und mehr als einmal konnte ich ihre Handlungen zu 100% nachvollziehen.  Der einzig wahre Unterschied ist, dass sie nicht nur mit alltäglichen, sondern auch mit übernatürlichen Problemen zu kämpfen hat.
Milo ist ein sehr mürrischer und stillschweigender Charakter, er selbst trägt auch ein ziemlich großes Geheimnis mit sich mit, das Ende des Buches gelüftet wird. Er ist der perfekte Gegenspieler zu  der 3. Person im Bunde: Glen.

Glen ist ohne Zweifel mein absoluter Lieblingscharakter!! Seine Art erinnert ein bisschen an einen süßen vertrottelten Hund! (Das ist mir aller Liebe gemeint) Er ist eine Person, den ich mir als besten Freund wünschen würde. Für viele Leser wird Glen die absolute Hölle sein, er ist ein Charakter der selten bis nie aufhört zu reden, nicht denkt bevor er spricht und teilweise mehr als dramatisch ist. Ich liebe solche Charaktere in Büchern, für mich sind sie immer erfrischend und bringen Humor in die Geschichte. Auch hier können Autoren maßlos übertreiben, sodass die Personen einfach nur nerven, Landy hat Glen aber auf eine sehr unterhaltssame Weise geschrieben. Glen for President!

Hier eine meiner Lieblingskonversationen zwischen Glen und Amber:
Amber glared at Glen. „You said you were attacked 
Glen looked hurt “I was!” 
“You said you were attacked by a creature.”
Glen nodded “Or creature-like person, yes.” 
“I’m sorry? What? What’s a creature- like person?”
“It’s a, I mean, it’s a person that looks like a creature, obviously. Like a ,y’know… and old person” 
“You said creature
“I meant old person” 
“And you accepted the mark?” said Milo.
“I didn’t know what it was!” Glen said. „This old guy comes out of the shadows and attacks me –„ 
“Attacks you?” 
“- or talks to me or whatever, and he says he’s about to die, will I take this Mark of Death to its intended target,  a terrible person called Abigail who’s been hiding in this bar in America… What am I supposed to say? No?” (S. 239)

Ach Glen, du liebenswürdige und naive Person...

Er ist ein unglaublich genialer Charakter mit einer verdammt guten Persönlichkeit.  Was mir auch unglaublich gut gefallen hat ist, dass die Drei nicht unterschiedlicher sein könnten und dennoch das perfekte Team bilden. 

Meinung:
Das Buch ist ziemlich dick und hat stolze 507 Seiten, davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Das Trio stolpert von einem Abenteuer ins nächste und hat keine Verschnaufpause, dadurch ist das Lesevergnügen einfach nur immens und die 500 Seiten lesen sich wie im Flug! Das Cover selbst gefällt mir sehr gut, es passt gut zum Inhalt und fällt einem sofort ins Auge.

Der Schreibstill von Landy ist sehr angenehm, flüssig und geprägt durch die Sprechweisen der Charaktere, müsste ich ihn mit einem Wort beschreiben würde mir als zu allererst Sarkasmus einfallen! Gleichzeitig sind die Beschreibungen ziemlich grauslich, gruselig und grenzen an Horror!
Ich würde Demon Road jedem empfehlen, der Actiongefüllte fantasy Bücher mit viel Sarkasmus und Witz liebt. Ich habe bis jetzt kein Buch gelesen, das diesem auch nur in geringster Weise das Wasser reichen kann. Landy hat einen eigenen Schreibstil den ich gerne öfters lesen würde. Wer weiß vielleicht fang ich bald mit Skullduggery Pleasant Serie allein – der Inhalt ist zwar nicht so wirklich meins aber wenn sie genauso gut geschrieben sind weiß ich jetzt schon, dass ich die Bücher verschlingen werde!



5 von 5 Sternen




Freitag, 18. September 2015

Rezension - Selection


Autor: Kiera Cass
Titel: Selection
OT: The Selection
Genre: YA Fantasy 
Kaufen:Amazon

Inhalt:
Die Chance deines Lebens?
35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?


Meinung:
The Selection ist ein Buch das schon lange in meinem Regal steht! Ich habe es gleich nach der Veröffentlichung gekauft aber ziemlich schnell das Interesse verloren.
Teilweise habe ich „Na gut ich les es endlich“ – Phasen bei denen ich mich endlich dazu überwinde Bücher zu lesen die zu Staubfängern auf meinem Regal geworden sind. The Selection wurde schon einige Male bei diesen Phasen dabei, aber ich ich habe aber immer wieder aufgegeben. Die Geschichte war für mich einfach nicht spannend genug deswegen habe ich meistens nach ein paar Seiten aufgehört zu lesen.
Endlich habe ich mich dazu gezwungen und das Buch zu Ende gelesen, sehr gefallen hat es mir aber leider nicht! 

Die Handlung ist eine Art Mischung aus den Hunger Games und The Bachelor gemischt mit Schönheitswettbewerben – nur 100 mal langweiliger! So ziemlich alles was passiert war voraussehbar und auch das Ende war keine große Überraschung. Ich muss gestehen, dass ich mir nicht sicher bin, was Kiera Cass mit dem Buch bewirken wollte? Sie hätte die Geschichte unglaublich spannend machen können und hat die Möglichkeit gehabt viel Action einzubauen. Es passiert einfach die ganze Geschichte lang nichts, da keine Spannung aufgebaut wird die zu einem großen Finale hinführt!! 
Im Verlauf des Buches werden 2 Angriffe durch Rebellen beschrieben, jedoch nicht einmal die lassen das Herz höher schlagen, hätte Cass diesen Rebellen einen höheren Stellenwert zugeschrieben und sie mehr in die Geschichte eingebaut wäre das Buch sicher viel besser geworden, aber leider bleiben die Rebellen eine gesichtslose Truppe. Vielleicht baut Cass diese auch mehr in den nächsten Teilen der Reihe ein? Ich werde es wohl nie erfahren. 
Die Charaktere sind flach und eindimensional. Es gibt eine nette und liebenswerte beste Freundin, das obligatorische mean girl, einen Prinzen der die Gesellschaft ändern will und einen Freund der natürlich nur das Beste für sie will auch wenn das heißt, dass sie ihn verlässt. Die Mutter will natürlich unbedingt, dass sie bei der Selection mitmacht und der Vater will nur, dass sie glücklich ist. Kurz gesagt: Langweilig!! Es wirkt als hätte Cass gar keinen Gedanken daran verschwendet ihren Charakteren etwas besonderes zuzuschreiben! Und natürlich ist America perfekt: bildschön, talentiert, einfühlsam, intelligent einfach alles was ein Mann sich wünscht... würg! 
Ich versuch gar nicht erst zu beschreiben wie sehr ich die Gesellschaft und das Klassensystem im Buch hasse. Dafür, dass Americas Familie arm sein soll können sie sich ziemlich viele Luxusgüter leisten (z.B. einen Fernseher, „nur“ ein paar schöne Kleider….aaaaaah). Es ist zum Haare ausreißen. 
Ich denke, es ist ziemlich offensichtlich, dass mir das Buch alles andere als gefallen hat. Ich werde gar nicht erst versuchen die nächsten Bände zu lesen, die Hoffnung, dass es besser wird gibt es nicht und wird es auch nie geben. Schade, denn das Buch hätte das Potential den Auftakt für eine für wirklich guten dystopien Reihe zu werden!

The Selection hat sich einen Platz in meinem Shelf of Shame verdient.
1 von 5 Sternen


Mittwoch, 16. September 2015

Rezension - Artikel 5


Autor: Kristen Simmons
Titel: Artikel 5
OT: Article 5 
Genre: YA Dystopie 
Kaufen: Amazon

Inhalt:
Ein Krieg hat die USA, so wie wir sie kennen zerstört, an der Macht ist nun eine religiös, militärische Regierung, die Verfassung ist außer Kraft getreten. Schon das kleinste Vergehen, wie z.B. das zu Hause bleiben an einem nicht anerkannten Feiertag, kann zu einer Verhaftung führen. G
enau dies passiert nun Ember Miller und ihrer Mutter, denn nur Familien bestehend aus einem Mann, einer Frau und Kindern sind akzeptabel. Da ihre Mutter jedoch alleinerziehend ist und sogar ständig den Partner wechselt verstößt sie gegen Sektion 2, Artikel 5 der Moralstatuten. Doch nicht nur ihre Mutter wird verhaftet auch Ember wird in eine Besserungsanstalt für Mädchen gesteckt, kann jedoch bald mit der Hilfe ihrer großen Liebe, Chase, fliehen und macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter.

Meinung:Laut Inhaltsangabe ist Chase der Einzige, der ihr helfen kann, er ist nun ein Soldat der MM (Moralmiliz) gibt diese aber auf um Ember zu helfen.
Also hab ich mich darauf vorbereitet, dass die Liebesgeschichte einen ziemlichen großen Stellenwert haben wird und vollkommen vom der Action und dem Inhalt der Geschichte selbst ablenken wird, dem war jedoch nicht so.

Simmons hat zwar der Liebe der beiden einen ziemlich hohen Stellenwert zugeschrieben jedoch ist die Suche nach ihrer Mutter für Ember immer das Wichtigste. Also wer angst davor hat, dass Action zu kurz kommt kann beruhigt sein! Natürlich gibt es einige wenige romantische Stellen, wer aber Klappentext und Inhaltsangabe liest und das nicht erwartet ist selber schuld ;)

Was mir persönlich in dem Buch gefehlt hat ist eine genaue Erklärung wie Amerika zu diesem extrem religiösen und militärischen Staat werden konnte. Es wird zwar beschrieben, dass ein Krieg ausgebrochen ist, aber warum es im Anschluss zu dieser radikalen Staatsform gekommen ist bleibt offen. Auch interessant zu wissen wäre was mit der restlichen Welt passiert ist! In dystopischen Büchern geht es eigentlich immer nur um Amerika und die Außenwelt hat keine große Bedeutung, bei Article 5 hätte ich aber gern genaueres erfahren.  

Die Vorstellung, dass das Leben für die meisten Menschen, abgesehen von der Protagonistin und all die anderen "Verbrecher", normal weitergeht ist für mich bei Büchern wie diesen meist unvorstellbar.
Sie gehen in die Schule, arbeiten versuchen so gut es geht ihre Freizeit zu genießen während andere Menschen wegen Kleinigkeiten (z.B. Händchen halten) Ärger bekommen.

Was bei mir zu einem riesigen Augenrollen geführt hat ist die Tatsache, dass Ember Chase Hilfe nicht angenommen hat. Er hat alles für sie aufs Spiel gesetzt was ihr jedoch am A**** vorbei geht, denn bei der ersten Möglichkeit läuft sie weg. Wie genau stellt sie sich vor alleine ihre Mutter zu finden ohne erneut verhaftet zu werden? Sie scheint aber schnell ihren Fehler einzusehen und weigert sich einige Seiten später ihn zurückzulassen um einer brenzligen Situation zu entkommen.

Chase ist das ganze Buch über mürrisch und eher zurückhaltend was sich auf ein Trauma zurückführen lässt, jedoch wäre das ein ziemlich großer Spoiler also ja... lassen wir das lieber sein ;)

Die Handlung verläuft ziemlich schnell und flüssig und der Schreibstil ist sehr angenehm, die Spannung bleibt das ganze Buch über bestehen und als Leser hat man eigentlich keinen ruhigen Augenblick.
Durch die Ich-Perspektive kann man sich gut in Embers Gedankenwelt einleben und merkt auch eine ziemlich große Weiterentwicklung ihres Charakters.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich werde mir auf jeden Fall die nächsten Teile der Reihe besorgen. Ich kann das Buch jeden empfehlen der dystopian Romane mit viel Spannung und ein wenig Liebesgeschichte mag.
4,5 von 5 Sternen


Montag, 14. September 2015

Rezension - Saga Volume 1


OT: Saga
Autor: Brian K. Vaughn  und Fiona Staples
Genre: Graphic Novel
Kaufen: Amazon
 
Saga ist eine unglaublich gute, wenn auch kurze graphic novel! Sucht man eine kurze Geschichte um 1 bis 1 ½ Stunden zu vertrödeln handelt es sich hierbei um die perfekte Lösung!
Die Geschichte selbst handelt von Alana und Marko, erzählt wird sie aber mehr oder weniger von deren Tochter Hazel. Alana stammt vom Planeten Landfall und Marko von dessen Mond Wreath, die beiden sind schon seit Jahrzenten verfeindet, die Kampfhandlung selbst hat sich jedoch auf das ganze Universum verbreitet, da die Auslöschung einer der beiden Planeten auch das Ende für den anderen bedeuten würde.
Wie bereits gesagt wird die Geschichte durch Hazel erzählt! Dialoge finden wie gewohnt in Sprechblasen statt, doch in den Illustrationen sind Textelemente eingebaut welche einer älteren Hazel eine Stimme geben. (siehe Bilder)
Es gibt mehrere Handlungsstränge welche aber alle samt die Geschichte von Alana und Marko als Mittelpunkt haben. Anfangs war es ein wenig verwirrend aber nach einigen Seiten werden alle Handlungen der Charaktere verständlicher! Im Endeffekt geht es darum, dass alle Charaktere Alana und Marko zur Rechenschaft ziehen wollen, denn Marko war in Kriegsgefangenschaft und Alana seine Wärterin, zusammen sind die beiden geflohen. Das ist der Ausgangspunkt der Geschichte, der aber erst nach ein paar Seiten genauer erklärt wird, was jedoch nicht das Lesevergnügen stört!



Ich bin ziemlich wählerisch was graphic novels angeht, vor allem bei den Illustrationen! Nicht zu abstrakt aber dennoch abstrakt genug, nicht zu funky aber auch nicht langweilig! Saga bietet alles was ich mir persönlich wünsche!
Es muss aber auch gesagt werden, dass die Illustrationen, Sprache und Ausdrucksweise sehr vulgär sind! Mir gefällt es in diesem Fall sehr, da es nicht gezwungen wird und perfekt in die Situation passt, in welcher sich die einzelnen Charaktere befinden. So gibt es z.B. einen Planeten namens Sextillion. Es ist ein Planet bei dem sich alles um Sex dreht und dies auch graphisch dargestellt wird, wem dies nicht gefällt sollte lieber die Finger von dem Buch lassen ;)


Wie schon gesagt ist das Buch ziemlich schnell gelesen, was ich echt schade finde, es endet jedoch (Gott sei dank) nicht wirklich mit einem Cliffhanger, die Geschichte wird am Schluss nochmals kurz spannend und es endet mit einem Waaaaas? Moment, was jedoch nicht unbedingt stört ;)
Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass bei Kampfhandlungen vollkommen auf den Text verzichtet wird und die Bilder die Geschichte erzählen.
Ich werde mir auf jeden Fall die weiteren Teile kaufen, ich MUSS wissen wie genau es weiter geht! Ich bin gespannt wie die Geschichte weitergeht und welche Charaktere noch vorgestellt werden, bzw. was mit dem bereits bekannten passieren wird.

5 von 5 Sternen

Donnerstag, 10. September 2015

Rezension - Die Stadt der verschwundenen Kinder

Autor: Caragh O'Brien
Titel: Die Stadt der verschwundenen Kinder
OT: Birthmarked
Genre: YA Dystopie
Kaufen: Amazon

Inhalt:
Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen in ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat es jemand gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder...


Meinung:
Gaia bringt ein Kind, zum ersten Mal ohne Hilfe ihrer Mutter, zur Welt und bringt dieses an die Stadtmauer, als sie zurück kommt erfährt sie, dass ihre Eltern verhaftet wurden und auch sie selbst wird verhört, da man auf der Suche nach einem Code ist, welcher von ihrer Mutter geschaffen wurde. Was genau es mit diesem Code auf sich hat bleibt Gaia und somit auch dem Leser anfangs verschwiegen.
Von hier an nimmt die Geschichte seinen Lauf und Gaia deckt Lügen auf, erfährt Neues und beginnt ihr gesamtes Weltbild zu überdenken. Ist es wirklich moralisch vertretbar Kinder sofort nach der Geburt den Eltern wegzunehmen um sie hinter die Mauer zu bringen? Es wird ihnen somit ein besseres Leben ermöglicht, die Menschen innerhalb der Mauer haben mehr Ressourcen zu Verfügung so können zum Beispiel alle Kinder in die Schule gehen und haben täglich Essen auf dem Tisch. Diese Tatsache rechtfertigt für einige Charaktere den Vorgang und auch als Leser scheint man in einer Zwickmühle zwischen Entsetzen und Verständnis zu stecken. Den Kindern stehen viele Möglichkeiten offen, das Leben hinter der Mauer ist ein einfaches bis armes, möchte man seinem Kind nicht die Möglichkeit geben mehr aus seinem Leben zu machen? Alle Möglichkeiten auszunutzen welche ihm/ihr innerhalb der Mauer offen stehen?
Als Gaia versucht ihre Eltern zu retten und hier die schrecklichen und grauenvollen Taten entdeckt, welche innerhalb der Mauern passieren ist sie sich über die Beantwortung der Fragen nicht mehr sicher und scheint ihre Ansicht zu überdenken.

Gaia ist eine Protagonistin in die man sich wirklich gut hineinversetzen kann. Es war schon immer so, dass Kinder den Müttern weggenommen werden also hat sie nichts schlechtes daran erkannt. Sie war immer der Meinung, dass es den Kindern innerhalb der Mauer besser geht als außerhalb. Und wer würde das nicht annehmen? Immerhin ist das Leben innerhalb der Mauer ein einfaches von Luxus geprägtes. Die Annahme, dass die Realität weit von diesem Ideal entfernt ist wäre einfach nicht denkbar in der im Buch erschaffenen Welt! Gaia hat zwar ein schlechtes Gewissen bei der Abgabe der Babys denkt aber, dass sie im Endeffekt etwas Gutes tut.

Alles in allem war das Buch wirklich interessant und mal was Neues, es handelt sich um einen dystopian Roman mit einigen neuen, von mir noch nie zuvor gelesenen, Elementen, welche hin und wieder auf Dinge aus der Vergangenheit zurückgreifen. Wie bei so vielen Romanen dieser Art denkt man beim Lesen viel über die Gesellschaft nach in welchem die Protagonistin lebt.

Fazit:
Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen und hoffe, dass die nächsten Teile der Reihe nicht auch so weit nach hinten auf meiner Wunschliste fallen wie es bei Birthmarked passiert ist. Der Schreibstil ist sehr angenehm, das Buch leicht zu verstehen und schnell zu lesen. Die Geschichte selbst ist sehr interessant und auch die Charaktere haben von O'Brien sympathische Züge erhalten, sogar die Mürrischen sind mir ans Herz gewachsen! 
Viele der Handlungen und Geschehnisse waren vorhersehbar, aber die letzten paar Seiten haben dann doch nochmal einen ziemlich großen plot twist mit sich gebracht und ich bin gespannt wie O'Brien die Geschichte fortführen will!  

4 von 5 Sternen




Donnerstag, 3. September 2015

Rezension - Die Königin der Schatten


Autor: Erika Johansen
Titel: Die Königin der Schatten
OT: Queen of the Tearling
Genre: YA Fantasy 
Kaufen: Amazon

Inhalt:
Als Kelsea Glynn an ihrem neunzehnten Geburtstag den Thron des magischen Königreiches Tearling besteigt, tritt sie ein schweres Erbe an: Die mächtige Herrscherin des Nachbarlandes Mortmesne bedroht Tearling, das eigene Volk begegnet ihr mit Misstrauen, und an ihrem Hof findet sie einen Sumpf von Machtgier, Lügen und Intrigen vor. Kelsea weiß, sie darf sich keinen einzigen Fehler erlauben, wenn sie überleben will. Sie wird all ihren Mut, ihre Klugheit und Stärke brauchen, um eine wahre Königin zu werden – die legendäre Königin von Tearling . . .

Neunzehn Jahre lang führte die junge Prinzessin Kelsea Glynn ein abgeschiedenes Leben in der Obhut ihrer Pflegeeltern. Nun ist der Tag gekommen, an dem sie von der Leibwache ihrer verstorbenen Mutter an den Königshof zurückeskortiert wird, um die Herrschaft über das magische Königreich Tearling anzutreten. Doch Tearling ist ein armes Land, ständig bedroht von seinem mächtigen Nachbarn Mortmesne. Um ihre Herrschaft zu sichern, schloss Kelseas Mutter einst einen verhängnisvollen Pakt. Einen Pakt, dessen Konsequenzen Kelsea nun zu spüren bekommt, denn es trachtet ihr nicht nur die Rote Königin von Mortmesne nach dem Leben, auch ihr Hofstaat, schlimmer noch, ihr eigenes Volk misstraut ihr. Nur wenn sie einen Weg zu ihrem magischen Erbe findet, kann Kelsea ihre Untertanen vor Mortmesne schützen. Falls sie lange genug auf dem Thron sitzt. Falls sie lange genug überlebt . . .

Meinung: 
Das Buch an sich war wirklich nicht schlecht, was mich jedoch immer wieder aufs neue aufgeregt hat ist die Tatsache, dass ihr niemand Informationen über ihre Mutter, ihr Land etc. zu Verfügung stellt, welche wichtig sind um ein Land zu regieren. Was mich jedoch am meisten gestört hat ist, dass sich Kelsea keine Mühe gibt die Informationen auf irgendeine Weise zu erlangen!? Sie fragt gefühlte 5 Menschen, jedoch werden ihr alle Informationen verschwiegen, doch anstatt andere Quellen, welcher Art auch immer, zu finden scheint sie keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden. Sie tut nichts, gibt sich keine besondere Mühe, um Antworten zu erhalten.

Als Leser erfährt man wenig über das Universum, in welchem die Geschichte spielt. Einerseits scheint die Geschichte in einer Art Mittelalter zu spielen, es gibt Könige, das Transportmittel sind Pferde etc. andererseits gibt es jedoch Bücher von „früher“ bei welchen es sich z.B. um die Harry Potter Reihe oder die Herr der Ringe Trilogie handelt. Denn Tearling soll ein Königreich sein, dass komplett auf moderne Technologien verzichtet, es fehlt jedoch an einem Übergang zwischen neu und alt. Und einen Grund für den Verzicht erhält der Leser ebenfalls nicht. Man bekommt keine weiteren Informationen außer, dass es ein „Crossing“ gab. Was genau dazu geführt hat und was genau dieses Crossing (außer die Besiedlung) ist wird jedoch nicht erklärt. Im Laufe der Geschichte konnte ich mir zwar ein Bild darüber machen, ganz klar ist mir jedoch die Geschichte des Universums noch immer nicht.

Die Inhaltsangabe auf goodreads verrät mehr über die Welt als das Buch selbst:
„Kelsea's forefathers sailed away from a decaying world to establish a new land free of modern technology.” Dies ist auch verständlich jedoch wäre es nett gewesen mehr über die Geschichte zu erfahren. Die typischen W-Fragen, die wir alle schon in der Schule gehasst haben, wurden nicht beantwortet.

Gut waren jedoch die verschiedenen Persönlichkeiten der Geschichte, Johansen konnte mir mit ihrem Schreibstil mehr als einmal ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Ihre Charaktere sind nicht eindimensional und unterscheiden sich auch voneinander. Die Dialoge sind witzig geschrieben und jeder Charakter hat eine eigene Art zu reden. 

Die Welt, in welcher die Geschichte spielt ist, mit den Informationen welche ich im Laufe der Geschichte erhalten habe, sehr interessant. Das Zusammentreffen von halb fiktionaler, moderner Vergangenheit mit der, in diesem Fall, altmodischen Gegenwart war sehr interessant zu lesen, jedoch fehlen wie gesagt Übergänge. Es werden keinen Zusammenhänge hergestellt. 

Fazit:
Das Buch selbst ist wirklich interessant und ich bereue den Kauf nicht. Dennoch hatte ich beim Lesen teilweise das Gefühl als würde Johansen selbst nicht wissen, wo ihre Geschichte hinführen soll.

Nichts desto trotz war das Buch nicht schlecht, es gibt viele Punkte die weiter ausgearbeitet werden müssen, vielleicht erfährt der Leser mehr im zweiten und dritten Teil der Trilogie, jedoch hat mich das erste Buch nicht dazu animiert die Trilogie weiterzulesen.

3 von 5 Sternen