Mittwoch, 7. Dezember 2016

Rezension - Nowhere but here

Autor: Katie McGarry
Titel: Nowhere but here

Erschienen: Mai 2015

Kaufen: Amazon

Inhalt: Seventeen-year-old Emily likes her life the way it is: doting parents, good friends, good school in a safe neighborhood. Sure, she's curious about her biological father—the one who chose life in a motorcycle club, the Reign of Terror, over being a parent—but that doesn't mean she wants to be a part of his world. But when a reluctant visit turns to an extended summer vacation among relatives she never knew she had, one thing becomes clear: nothing is what it seems. Not the club, not her secret-keeping father and not Oz, a guy with suck-me-in blue eyes who can help her understand them both. 

Oz wants one thing: to join the Reign of Terror. They're the good guys. They protect people. They're…family. And while Emily—the gorgeous and sheltered daughter of the club's most respected member—is in town, he's gonna prove it to her. So when her father asks him to keep her safe from a rival club with a score to settle, Oz knows it's his shot at his dream. What he doesn't count on is that Emily just might turn that dream upside down. 
No one wants them to be together. But sometimes the right person is the one you least expect, and the road you fear the most is the one that leads you home.

Meinung 
Ich hatte keine großen Erwartungen an das Buch als ich mir dem Lesen angefangen habe. Um ehrlich zu sein war ich in den letzten Wochen in einer Leseflaute. Kein Buch hat mich interessiert, bei den meisten hab ich nach einigen Seiten wieder aufgehört. Ich habe das Lesen aber richtig vermisst und habe deswegen einfach mal mit diesem Buch angefangen um die Zeit zu vertreiben bis ich das Richtige finde um mein Interesse für Bücher wieder zu entdecken. 
Nach ein paar Kapitel war ich jedoch vollkommen von der Geschichte gefangen und könnte das Buch nicht mehr auf die Seite legen. 

Wie die Inhaltsangabe schon beschreibt geht es um Emily und Oz, zwei junge Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich lese selten Bücher in denen es um Motorradgangs geht, daher weiß ich nicht wie realistisch das Buch tatsächlich ist was alle "Regeln" betrifft. Aber dennoch war ich wirklich positiv überrascht von der Umsetzung der Autorin. Der gesamte Aufbau der Gang "Reign of Terror" hat für mich sehr realistisch gewirkt - ich kann mich flüchtig an ein Buch erinnern, dass ich vor Jahren gelesen habe bei dem es ebenfalls um eine Gang ging. Dabei war jedoch alles so übertrieben dargestellt, dass ich mehr als einmal die Augen verdrehen habe. Das ist hierbei glücklicherweise nicht der Fall. 

Oz und Emily waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Die Beiden kommen am Anfang eher schlecht als recht miteinander aus, doch das ändert sich im Laufe der Geschichte. Auch dies wurde von der Autorin auf eine sehr realistische und vor allem natürliche Art und Weise dargestellt. Es gab keine, von mir verabscheute, "Insta Love". Die Charaktere haben viel Zeit miteinander verbracht und sind sich immer näher gekommen, dass sich daraus mehr entwickelt war zwar von Anfang an klar, aber dennoch hat die Autorin nicht dabei gehetzt. Es war eine wirklich sehr schöne Entwicklung von Freundschaft zu Liebe. 

Auch die anderen Charaktere der Geschichte konnte ich wirklich sehr gut leiden. Es ist ein bunter Haufen an verschiedenen Menschen die das Wor "Familie" sehr ernst nehmen.

Das Einzige was mich hierbei jedoch gestört hat war, dass man als Leser in sehr kurzer Zeit sehr viele Charaktere kennenlernt, mehr als einmal war ich mir nicht sicher um wen genau es sich in manchen Szenen handelt. Das legt sich aber ziemlich schnell und bald kann man die Personen voneinander unterscheiden. 

Die Geschichte selbst handelt von einem Mädchen, dass sich nicht sicher ist was und wie viel sie über ihre Vergangenheit erfahren möchte. Einerseits möchte sie alles jetzt sofort wissen, dennoch merkt man ihr immer wieder an, dass sie sehr verunsichert ist. Das liegt vor allem daran, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben lang angelogen hat und sie nun nicht weiß was und wem sie glauben soll. 
Ich war mir nicht sicher wie die Autorin das Buch beenden will, um ehrlich zu sein hatte ich nicht die geringste Ahnung. Der Twist der dann jedoch am Ende eingebaut wurde hat mich wirklich sehr positiv überrascht. Es hat gut zur Geschichte gepasst ohne von Anfang an offensichtlich gewesen zu sein. Hut ab!

Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Autorin schreibt sehr flüssig und ich hatte kein Problem mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Die Geschehnisse werden aus der Perspektive von Oz und Emily erzählt, die Gedanken der Beiden ergänzen sich sehr gut und alle offenen Fragen wurden beantwortet. 

Alles in allem konnte mich das Buch von sich überzeugen, ich würde es weiterempfehlen und hoffe, dass eine deutsche Veröffentlichung nicht lange auf sich warten lässt.
Für 5 Sterne hat es zwar dann doch nicht gereicht, aber die 4 sind auf jeden Fall gerechtfertigt und können sich sehen lassen!