Mittwoch, 19. Oktober 2016

Rezension - Plötzlich Banshee

Autor: Nina MacKay
Titel: Plötzlich Banshee
Erschienen: August 2016
Kaufen: Amazon / Piper Verlag
Inhalt: Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

Meinung
Das Buch hat mich auf Grund des Covers sofort neugierig gemacht und da ich bis jetzt kein Buch zu Banshees gelesen habe wollte ich der Geschichte eine Chance geben. 
Das Buch handel von der 20 jährigen Alana die gemeinsam mit ihrem besten Freund Clay zusammenwohnt und versucht sich so gut es geht über Wasser zu halten. Clay verdient sein Geld mit Online Poker während Alana als Privatdetektivin tätig ist. Die Beiden kennen sich schon ein Leben lang und sind im gleichen Heim aufgewachsen, daher überrascht es auch nicht, dass Clay Alanas Geheimnis kennt: Sie weiß genau wie viel Zeit jemand noch zu Leben hat. Wie eine Art Uhr kann sie bis auf die Sekunde genau "ablesen" wann jemand stirbt. 

Ich hatte leider ein großes Problem mit Alana, der Protagonstin. Sie war mir von Anfang an unsympathisch und das hat sich um Laufe der Geschichte auch leider nicht verändert.
Viele werden sie wohl als witzig, schrullig oder frech bezeichnen - ich persönlich fand sie nervtötend und übertrieben. Die Autorin hat sie meiner Meinung nach viel zu übertrieben dargestellt. Sie ist nicht nur tollpatschig sie ist die Tollpatschigste, nicht nur frech, sondern die Frechtse etc. ich glaube ihr wisst was ich mein. Dass es sich hierbei um eine 20 Jährige handelt ist auch schwer zu glauben, denn die meiste Zeit benimmt sie sich wie ein Kind den man den Lolly weggenommen hat. Ich finde es auch echt widerwärtig wie sie ihren angeblich besten Freund Clay behandelt, gleich am Anfang versucht der ihr nämlich was wichtiges zu sagen sie zeigt ihm aber gekonnt die kalte Schulter. 
Das hat mir leider wirklich viel Spaß am Lesen genommen und dafür gesorgt, dass das Buch nicht mehr Sterne bekommen hat. 
Keiner der anderen Charaktere konnte mich so richtig von sich überzeugen, die Autorin hat altbekannte Klischees gewählt die mir in dieser Form schon in vielen anderen Büchern begegnet sind, keiner von ihnen hatte eine besondere Eigenschaft an sich das mich überzeugen konnte. 

Auch die Handlung an sich konnte ich nicht unbedingt vom Hocker reißen, es ist viel passiert ohne, dass wirklich etwas passiert. Ich fand es jedoch gut, dass sich die Autorin nicht nur auf Alana als Banshee konzentriert hat, sondern auch andere magische Wesen wie z.B. Luftgeister und Meermänner, aber auch Kobolde und andere Wesen haben ihren Platz in der Geschichte gefunden. Die Autorin hat all diese Gestalten gut in die Geschichte eingebaut und auch gut erklärt, manchmal sogar zu gut, denn es gibt sehr oft Wiederholungen.

Das Cover gefällt mir überraschenderweise gut, obwohl mich Cover dieser Art normalerweise gar nicht ansprechen. Ich finde, dass es wirklich gut zur Geschichte passt und bestimmt auch das Publikum anspricht an welches das Buch gerichtet ist. Ebenso ist der Titel sehr passend für die Geschichte ausgewählt. 

Der Schreibstil ist sehr leicht gestaltet und leicht zu folgen. Ich muss gestehen, dass ich ihn teilweise sogar zu leicht fand vor allem wenn man bedenkt, dass die Protagoniston 20 Jahre alt ist. Auf Grund des Schreibstils wirken ihre inneren Gedanken sehr kindisch und nicht wie die einer erwachsenen Frau.
Ich fand es ebenfalls irritierend, dass die Autorin so oft englische Wörter eingebaut hat. 
Wer  mich kennt weiß, dass ich 99% Zeit auf englische lese, ich habe also keinesfalls Verständnisprobleme gehabt, ich finde es einfach irritierend! Wenn es ein deutsches Wort gibt, das genauso gut passt wie das englische Äquivalent dann nimm doch das Deutsche - immerhin ist es auch ein deutsches Buch. 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele der Leser die nicht gut englisch können einige der Begriffe googlen müssen und das ist ja wohl wirklich nicht der Sinn der Sache. 

Fazit
Ich hatte wirklich sehr hohe Erwartungen an das Buch und habe mich auch wirklich sehr auf das Lesen gefreut! Diese Freude wurde jedoch von Seite zu Seite weniger und irgendwann habe ich mich nur noch durch das Buch gequält. Es wurde die Geschichte einer nervigen und übertriebenen Protagonistin erzählt die mindestens genauso planlos durchs Leben geht wie ich in meinem ersten Semester an der Uni. Ich bin mittlerweile einige Semester weiter und um einiges schlauer während die Protagonistin der Geschichte immer noch um dunklen herumstolpert. 
Es tut mir wirklich wahnsinnig leid aber für mehr Sterne hat es leider nicht gereicht. 


Vielen Dank an Netgally und den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares