Donnerstag, 13. Oktober 2016

Rezension - Fire Girl

Autor: Matt Ralphs 
Titel: Fire Girl
Erschienen: August 2016 
goodreads
Inhalt: Hazel Hooper hat die ersten zwölf Jahre ihres Lebens auf einer Waldlichtung verbracht, die von ihrer Mutter Hecate durch einen Zauberbannkreis von der Außenwelt abgeriegelt wurde. Hazel sehnt sich danach, die Welt draußen kennenzulernen. Aber am allermeisten wünscht sie sich, endlich selbst magische Fähigkeiten zu entwickeln. Als ihre Mutter von einem gefährlichen Dämon entführt wird, erwachen Hazels Zauberkräfte - dennoch gelingt es ihr nicht, ihre Mutter zu retten. 

Nun ist sie ganz auf sich allein gestellt – vielleicht nicht ganz allein, denn Hazel hat irrtümlich eine kleine Haselmaus verzaubert, die ihr nun als verlässlich missgelaunter Gefährte zur Seite steht. Gemeinsam machen sich das Mädchen und die Maus auf, um den Dämon zu verfolgen und Hecate zu befreien. Doch schnell muss Hazel feststellen, dass das Leben außerhalb der Lichtung weitaus gefährlicher ist, als sie angenommen hatte. Gnadenlose Hexenjäger bevölkern die Landstriche – und die wenigen verbliebenen Hexen schrecken nicht davor zurück, sich die Macht der gefährlichen Dämonen zunutze zu machen, um sich zu verteidigen. 
Als Hazel den jungen David trifft, den Gehilfen des genialen - doch unglücklicherweise meist betrunkenen - Dämonenjägers Titus schöpft sie Hoffnung; doch sie ahnt noch nicht, dass der Junge und sein Meister auch berühmt dafür sind, Hexen aufzuspüren …

Meinung
Aufmerksam auf das Buch wurde ich auf das Buch auf Netgalley, das Cover hat mich sofort angesprochen und auch der Inhalt klang vielversprechend. Die Geschichte handelt von Hazel die gemeinsam mit ihrer Mutter, Hecate, abgeschottet auf einer Lichtung lebt. Für den Leser beginnt die Geschichte gleich mitten im Geschehen ohne viel Hintergrundinformation. Das ist aber nicht weiter störend was vor allem daran liegt, dass alle wichtigen Infos im Laufe der Geschichte an den richtigen Stellen bekannt gegeben werden.
Als ihre Mutter von einem Dämon entführt wird macht sich die 12 Jährige Hazel, gemeinsam mit einer sprechenden Haselmaus auf die Suche nach ihr. 
Hierbei begegnen ihr alle möglichen unheimlichen aber auch ulkige Gestalten. Der Autor hat bei der Gestaltung der Abenteuer sehr viel Fantasie bewiesen, denn auch wenn einige Geschehnisse vorhersehbar sind, wurde ich dennoch im Laufe der Geschichte überrascht. 

Ich fand es wirklich sehr interessant wie der Autor das Thema der Hexenverfolgung in England umgesetzt hat. 
Die Handlung selbst schreitet sehr schnell voran und als Leser hat man kaum eine Verschnaufpause. Das bringt natürlich auch seine Nachteile mit sich, denn die Geschichte konzentriert sich hauptsächlich auf das Hier und Jetzt des Geschehens. Man erfährt ziemlich wenig über das Leben von Hazel und ihrer Mutter auf der Lichtung. Und auch wenn man als Leser offensichtlich weiß, dass die Mutter für Hazel ihr Ein und Alles ist, schwelgt sie bei der Suche kaum in Erinnerungen bzw. erzählt Bramley ziemlich wenig über die Beziehung zwischen ihnen. Das fand ich ein wenig schade, denn als Leser hat man ziemlich wenig Ahnung über die innere Gefühlswelt von Hazel.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, man merkt beim Lesen, dass das Buch ab 12 Jahren geeignet ist, das hat mich aber nicht weiter gestört. Der Schreibstil passt sehr gut zur Geschichte und auch zur Persönlichkeit der Protagonistin.

Hazel selbst ist ein liebenswertes aber auch gleichzeitig sehr naives Mädchen. Meiner Meinung nach vertraut sie anderen Personen viel zu schnell, sie hätte öfters mal auf ihren Begleiter, Bramley, hören soll, dann wäre sie bestimmt nicht in so viele Schlamassel geraten. 
Bramley, die Haselmaus, fand ich wirklich richtig süß, die Beziehung der Beiden hat mich oft an die von Pinocchio und Jiminy Grille erinnert.

Das Cover ist meiner Meinung nach wirklich sehr gut gelungen. Es sticht auch bestimmt in der Buchhandlung gleich ins Auge.

Fazit
Alles in allem hat mir das Buch ziemlich gut gefallen. Ich brauchte zwar anfangs etwas länger um wirklich in die Geschichte reinzukommen, aber nach ein paar Kapiteln konnte ich das Buch nicht mehr auf die Seite legen. 
Für mehr Sterne hat es dann leider jedoch nicht gereicht, dafür hat mir das gewisse Etwas gefehlt! 



Vielen Dank an Netgalley und den Verlag für das Bereitstellen des Exemplars!