Mittwoch, 28. September 2016

Rezension - Dumplin'

Autor: Julie Murphy
Titel: Dumplin'
Erschienen: September 2015
Kaufen: Amazon
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Inhalt: Self-proclaimed fat girl Willowdean Dickson (dubbed “Dumplin’” by her former beauty queen mom) has always been at home in her own skin. Her thoughts on having the ultimate bikini body? Put a bikini on your body. With her all-American beauty best friend, Ellen, by her side, things have always worked…until Will takes a job at Harpy’s, the local fast-food joint. There she meets Private School Bo, a hot former jock. Will isn’t surprised to find herself attracted to Bo. But she is surprised when he seems to like her back.
Instead of finding new heights of self-assurance in her relationship with Bo, Will starts to doubt herself. So she sets out to take back her confidence by doing the most horrifying thing she can imagine: entering the Miss Clover City beauty pageant—along with several other unlikely candidates—to show the world that she deserves to be up there as much as any twiggy girl does. Along the way, she’ll shock the hell out of Clover City—and maybe herself most of all.
With starry Texas nights, red candy suckers, Dolly Parton songs, and a wildly unforgettable heroine—Dumplin’ is guaranteed to steal your heart.
  


Meinung
Normalerweise bin ich nicht so der Fan von Büchern in denen es hauptsächlich darum geht, dass der oder die Protagonistin übergewichtig ist. Meistens hat das Buch dann keine andere Handlung und ist nur auf das Gewicht der Person reduziert. Jedoch hat mich das Buch an die TV Serie "My mad fat diary" erinnert , wovon es übrigens auch ein Buch gibt. Ich persönlich liebe die Serie und wollte daher Dumplin' eine Chance geben, da mich die Beschreibung der Protagonistin neugierig gemacht hat.
Außerdem habe ich Online schon einiges von dem Buch gehört und alle scheinen begeistert davon zu sein.
Die Geschichte selbst ist einfach genug und an sich nichts Neues, dennoch hat es die Autorin geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.
Willowdean ist ein Charakter den bestimmt nicht alle mögen, aber ich liebe sie für ihre Persönlichkeit. Sie nimmt kein Blatt vor dem Mund und nennt die Dinge wie sie sind. 
Die Autorin hätte eine Person erfinden können die versucht in keinem anderen Menschen Makel zu finden. So a lá "Ich bin nicht perfekt also erwarte ich mir das auch nicht von anderen". Willodean sieht die Menschen für das was sie sind.
Es gibt z.B. ein Mädchen, dass dicker ist als Willowdean selbst das wird ganz plump und ohne zögern auch so gesagt!
Egal ob dick oder dünn, groß oder klein wir alle hatten schon mal den kleinen Teufel auf der Schulter sitzen der uns dazu bringt "böse" Gedanken über eine Menschen zu haben, gleich ob wir diese Personen kennen oder nicht. Das macht uns menschlich und genau das macht Willowdean so realistisch.
Ich hoffe ich verlaufe mich gerade nicht im Sand und ihr wisst was ich meine? ;)
Die Autorin verschönt einfach nichts und beschreibt die Dinge so wie sie sind.

Willowdean schwankt oftmals zwischen Selbsthass und Selbstvertrauen! Auf der einen Seite meint sie, dass sie sich nicht für ihren Körper schämen muss und es keinen Grund dafür gibt sich sofort mit einem Handtuch zu bedenken wenn sie aus dem Pool kommt. Haben die Leute ein Problem mit ihrem Körper ist das deren Problem.
Auf der anderen Seite widert sie sich selbst an als sie mit Bo rummacht und denkt, dass er all ihre Speckfalten fühlen kann. Sie macht sich auch irrsinnig Gedanken darüber was die Leute darüber denken, sollten sie Händchen haltend auf der Straße gesehen werden.
Ich glaube, dass das der Grund ist wieso ich mich so gut in die Protagonistin hineinversetzen konnte. Ich selbst bin auch nicht schlank und habe Tage an denen ich finde, dass ich so wie ich bin gut bin! An anderen Tagen habe ich das Gefühl als wäre ich der hässlichste Mensch auf Erden. Ich glaube wir alle keinen das nur zu gut! Die Autorin hat das wirklich gut dargestellt und verbildlicht.
Die Protagonistin wird auf keinem Fall von jedem geliebt werden. Ich bin mir sogar sicher, dass einige sie hassen werden.
Der Rest der Charaktere besteht aus einem bunten Mix, die alle ihre Eigenheiten mit sich bringen.
Ellen ist die beste Freundin, die auf den ersten Blick perfekt zu sein scheint, dennoch auch ihre Ecken und Kanten hat.
Bo ist ein Typ der mir in dieser Art eigentlich noch nie in Romanen begegnet ist. Er redet nicht viel und behält seine Gedanken hauptsächlich für sich. Erst ziemlich am Ende erfahren wir mehr über ihn und seine Vergangenheit.
Willowdeans Mutter kann teilweise sehr unerträglich sein, aber ich denke das liegt daran, dass wir über die sie nur durch Willowdeans innere Gedanken erfahren. Dadurch hat man als Leser eine ziemlich einseitige Sicht der Dinge, ich persönlich glaube auf keinen Fall, dass die Mutter so schrecklich ist wie sie dargestellt wird.
Der Inhalt an sich birgt keine Überraschungen, die Story geht gerade von A nach B ohne irgendwelche Nebenhandlungen. Dafür erzählt die Autorin die Geschichte von Willowdean mit Witz und Charm.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, ich denke auch als Englisch Anfänger kann man dem Inhalt auf jeden Fall einfach folgen.
Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist schlicht gehalten und passt perfekt zur Geschichte, auch der Titel des Buches ist passend gewählt. Hier wurde eindeutig nichts falsch gemacht!
Fazit
Ich denke, dass Dumplin' ein Buch ist bei dem sich die Meinungen spalten werden. Die Einen lieben es, die Anderen hassen es. Ein Dazwischen wird kaum es nicht geben.
Ich persönlich fand die Geschichte wirklich sehr gut und auch die Beschreibungen der Personen wirken sehr realistisch.
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und habe auch schon zu ein paar Arbeitskolleginnen gemeint, dass sie es unbedingt lesen sollen!