Dienstag, 29. März 2016

Rezension - Beautiful Disaster

Autor: Jamie McGuire
Titel: Beautiful Disaster
OT: Beautiful Disaster
Erschienen: 16.04.2013
Kaufen: Amazon
Inhalt: Als sie Travis begegnet, ist nichts mehr wie zuvor. Abby fühlt sich unwiderstehlich von ihm angezogen, obwohl er alles ist, was sie nicht will: ein stadtbekannter Womanizer, arrogant, unverschämt – aber leider auch unverschämt sexy. Abby lässt sich auf eine Wette mit ihm ein und gerät in einen Strudel aus Zuneigung und Zurückweisung, Hingabe und Leidenschaft, der beide bis an ihre Grenzen treibt …
 
Meinung
Ich habe das Buch vor ein paar Jahren schon einmal gelesen und konnte es absolut nicht ausstehen! Vor einiger Zeit hab ich es dann wieder in meinem Bücherregal entdeckt und hab mir gedacht, dass ich der Geschichte noch eine Chance geben werde. Großer Fehler! Die Geschichte ist um keinen Deut besser geworden und ich kann die vielen positiven Rezensionen absolut nicht nachvollziehen.
 
Inhalt
Der Inhalt an sich ist nichts Neues: junges (unerfahrenes) Mädchen trifft sexüchtigen, unglaublich gutaussehenden jungen Mann und verliebt sich unsterblich, um mehr geht es in dem Buch wirklich nicht! Von Anfang an ist klar wie die Geschichte enden wird und von Anfang an ist auch klar, dass jeder Mensch mit Hausverstand sofort erkennt, dass die Beziehung zwischen Abby und Travis auf verdammt vielen Ebenen einfach nur falsch ist.
 
Warum sind so viele Autorinnen der Meinung, dass sie Geschichte über ungesunde Beziehungen schreiben müssen? Es gibt keinen Aspekt in der Beziehung zwischen Abby und Travis der auch nur halbwegs erstrebenswert ist, die beiden sind fast so schlimm wie Hardin und Tessa in "After"... Alter Schwede!
Autorinnen müssen damit aufhören ihren Lesern Geschichten vorzusetzen in denen es OK ist, dass der Mann sein Zimmer verwüstet nur weil die Frau es wagt wegzugehen. Sie müssen damit aufhören ihren Lesern den Eindruck zu vermitteln, dass "bad boys" nur darauf warten gerettet zu werden und sich sofort für eine Frau ändern würden. Und Autorinnen müssen damit aufhören ihrem Publikum weißmachen zu wollen, dass man Männern immer alles vergeben muss! Wenn euch ein Mann wie Dreck behandelt verlasst ihn, holt euch Hilfe, versucht von ihm loszukommen, egal wie oft er euch sagt, dass er verliebt ist! Er ist nicht verliebt er versucht die Kontrolle über die Beziehung zu übernehmen, hört nicht auf eure Wünsche und ist im Endeffekt nichts als ein A*schloch!!!!
Mädels bitte achtet auf euch! Egal wie sehr solche Beziehungen romantisiert werden - sie sind weder gesund noch gut für euch!
 
Ich finde es wirklich schade, ehrlich gesagt sogar eine Frechheit, dass New Adult Romanen in den letzten Jahren immer voll mit manipulativen Idioten waren und naiven, fast schon dümmlichen, Mädchen, die sich ihnen an den Hals werfen und sich um nichts andere mehr als diese Beziehung kümmern.
  
Schreisbstil
Der Schreibstil an sich ist eigentlich nicht schlecht, aber die Autorin springt von einem Ort zum nächsten, was mich persönlich irritiert! Nehmen wir mal an 2 Charaktere verlassen ihr Zimmer um in die Cafeteria zu gehen, sie sprechen zwei Sätze miteinander und *schwups* schon sitzen sie mit ihrem Essen am Tisch! Wo genau ist hier der Weg? Können sie beamen? Einmal blinzeln und schon ist man von einem Ort zum anderen gelandet?
Das zieht sich durch das ganze Buch, immer wieder finden Ortssprünge statt und die Charaktere landen auf wundersame Weise innerhalb von einer Sekunde an dem Ort zu dem sie wollten. Das ganze wäre ja in Ordnung wenn die Autorin Absätze eingebaut hätte, somit wären die Sprünge klar, aber nachdem man 3 Worte miteinander gewechselt hat ist man nun einmal nicht auf magische Weise an dem Zielort angekommen.
Viele Leser wird das wohl nicht so sehr stören wie mich, aber es ist mir das ganze Buch lang aufgefallen und hat mich sehr irritiert! Ich habe sogar angefangen alle diese Stellen zu markieren, hab dann aber ab der Hälfte des Buches aufgehört weil mir die Post-its ausgegangen sind.
 
 
Charaktere
Abby ist mit Abstand einer der dümmsten Protagonistinnen die mir je in einem Buch begegnet ist! Sie hält sich für ach so cool, witzig, sarkastisch und was weiß denn ich noch alles, ist aber nichts weiter als ein kleines Mädchen, das sich über ihre Beziehung definiert und sonst nichts auf die Reihe bekomm! Ehrlich mal. Abby hat keine andere Eigenschaft als ihre Liebe zu Travis, mehr ist da nicht, niente, nada... Sie ist weder eine starke Frau noch eine interessante Protagonistin,
Travis ist der obligatorische bad Boy der sich in psychologische Behandlung begeben sollte. Er ist extrem gutaussehend, weiß das natürlich auch und will, dass alles seinem Willen entspricht. Er hat extreme Wutanfälle, will seiner Freundin sagen was sie anziehen soll, verbietet anderen Typen mit ihr zu reden geschweige denn sie anzuschauen und wenn etwas nicht nach seiner Nase tanzt lässt er gut und gerne mal seine Fäuste sprechen. Ein Traummann wie er im Buche steht, findet ihr nicht? *kotz*
 
 
Titel und Cover
Das Cover finde ich jetzt nicht so schrecklich, ich glaube ich hasse das Buch selbst einfach zu sehr um eine objektive Meinung zu dem Cover zu haben.
Der Titel ist sehr passend gewählt, das Buch ist ein Desaster!
 
Fazit
Ich glaube ihr wisst schon was jetzt kommt! Das Buch kann nur als schrecklich bezeichnet werden, ich verstehe die vielen positiven Meinungen nicht und will sie ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen können.
Beautiful Desaster ist ein absoluter Reinfall, ich verstehe nicht wie dieses Buch jemals verlegt werden konnte. Leider können viele Leser seit 50 Shades nicht mehr den Unterschied zwischen Richtung und Falsch erkennen. Man kann nur hoffen, dass dies bald wieder aufhört und missbräuchliche Beziehungen nicht mehr romantisiert werden.