Samstag, 20. Februar 2016

Rezension - Lailah


Autor: Nikki Kelly
Titel: Lailah (The Styclar Saga)
Erschienen: 7. Oktober 2014
Kaufen: Amazon
Inhalt: The girl knows she’s different. She doesn’t age. She has no family. She has visions of a past life, but no clear clues as to what she is, or where she comes from. But there is a face in her dreams – a light that breaks through the darkness. She knows his name is Gabriel.
On her way home from work, the girl encounters an injured stranger whose name is Jonah. Soon, she will understand that Jonah belongs to a generation of Vampires that serve even darker forces. Jonah and the few like him, are fighting with help from an unlikely ally – a rogue Angel, named Gabriel.
In the crossfire between good and evil, love and hate, and life and death, the girl learns her name: Lailah. But when the lines between black and white begin to blur, where in the spectrum will she find her place? And with whom?
Gabriel and Jonah both want to protect her. But Lailah will have to fight her own battle to find out who she truly is.
Meinung
Ich hab ehrlich gesagt noch nie vor dem Buch gehört, ich hab es bei einem Bücherflohmarkt für 4 Euro (neues Hardcover) entdeckt und dachte, warum nicht? Das Buch scheint allgemein nicht wirklich bekannt zu sein, es gibt kaum Rezensionen auf goodreads und auch die Wertungen sind kaum vorhanden.
Handlung
Die Handlung an sich ist nicht schlecht, aber leider auch nichts neues. Auch wenn die Autorin viele neue Elemente in ihre Geschichte eingebaut hat, kam es mir manchmal vor als hätte sie sich Elemente aus anderen Büchern herausgepickt und daraus ein Buch geschrieben.
Am stärksten hat es mich an Fallen von Lauren Kate erinnert, vor allem durch die Zeitsprünge und Erinnerungen an frühere Leben haben die beiden Protagonisten gemeinsam. Aber trotzdem fand ich das Buch an sich nicht schlecht, es war kein 1 zu 1 Abklatsch von anderen Romanen, sondern mehr ein Zusammentreffen von vielen Elementen, die ich aus anderen Büchern schon gekannt habe. Die Autorin hat sich auch einige neue Dinge einfallen lassen, wie z.B. die Erklärung für Engel und Dämonen ist mir auf diese Weise noch nie begegnet.
Was mir nicht gefallen hat ist, dass die Protagonistin zu sehr von den männlichen Personen abhängig war, natürlich konnte sie am Ende nur deswegen gerettet werden, weil sie sich an die Beiden (innerlich) klammert und erkennt, dass sowohl Gut als auch Böse existieren müssen.
Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich das Ende absolut nicht verstanden hab, ich kann euch ganz ehrlich nicht sagen wie das Buch endet und wieso die Ereignisse am Schluss passieren. Die Autorin hat das, meiner Meinung nach, sehr unverständlich dargestellt.

Ich finde es schade, dass das Vorwort des Romans schon sehr viel über den Inhalt verraten hat, vieles was im Verlauf passiert ist war schon im vorhinein klar. Das Vorwort ist zwar eine wirklich gute Einleitung in die Geschichte gibt dem Leser aber zu viele Informationen und sorgt dafür, dass eigentlich nichts überrascht. Wirklich schade.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, das Buch lässt sich sehr schnell zu Ende lesen und war wirklich sehr verständlich geschrieben. Teilweise hat es mich aber wirklich sehr gestört, dass die Autorin statt "Augen" fast immer das Word "orbs" verwendet hat, was einfach nur irritierend und nervig ist. Aber es soll schlimmeres geben..
Das Cover ist der Grund wieso ich das Buch an einem Tisch mit vielen anderen Büchern der gleichen Art entdeckt habe. Es ist zwar zum Teil ein typisches Cover für die Art von Genre, dennoch ist es auch irgendwie etwas Neues. Obwohl ich nicht ganz verstehe wieso das Cover auf diese Art gestaltet wurde, denn wirklich zur Geschichte passt es nicht.
Charaktere
Francesca, die Protagonistin, konnte ich leider nicht wirklich lieb gewinnen. Ich fand sie teilweise nervig, vor allem weil sie viel zu sehr von den Typen in ihrem Leben abhängig ist. Auch ihre Entscheidungen lassen manchmal sehr stark an ihr zweifeln. Sie weiß, dass sie in Gefahr ist und unwillkürlich auch die Leute um sie herum gefährdet, trotzdem sieht sie nicht ein wieso sie nicht raus gehen sollte, sondern meint, dass sie selbst über sich entscheiden sollte, was an sich ja gut ist, aber dann shoppen zu gehen find ich wirklich sehr fragwürdig.
Gabriel und Jonah waren die männlichen Gegenstücke zur Protagonistin und sollen den in ihr herrschenden Kampf zwischen gut und böse darstellen, was von Anfang an mehr als offensichtlich ist.
Jonah ist der obligatorische bad Boy, zu welchem sie sich hingezogen fühlt, aber ihre Gefühle nicht einsehen will. Gabriel ist das dazu passende Gegenstück und repräsentiert das Gute, er macht immer das Richtige und stellt seine eigenen Bedürfnisse nach die der Anderen.
Fazit
Das Buch hat mich zwar nicht vom Hocker gehaut, war aber dennoch keine Enttäuschung, die Reihe hat auf jeden Fall potential und kann sich zu etwas Großartigen entwickeln.Ich bezweifle aber, dass ich den nächsten Band lesen werde, dafür war es einfach nicht spannend genug. Vielleicht habe ich ja Glück und entdecke den nächsten Teil wieder bei einem Bücherflohmarkt, dann wäre ein Kauf sicher der Überlegung wert.
Trotzdem würde ich das Buch weiterempfehlen, vor allem weil ich denke, dass es vielen gefallen wird. Es ist mal eine neues Vampir/Engel Buch und beeindruckt manch andere bestimmt mehr als ich.
Das Buch bekommt solide 3 Sterne von mir, es ist ausbaufähig, aber das ganze Potential der Geschichte wurde nicht ausgeschöpft.