Montag, 11. Januar 2016

[Rezension] The Wicked + The Divine

Autor: Kieron Gillen, Jamie McKelvie (Illustrationen)
Titel: The Wicked + the Divine

Erschienen: 12. November 2014
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Inhalt: Every ninety years, twelve gods incarnate as humans. They are loved. They are hated. In two years, they are dead. The team behind critical tongue-attractors like Young Avengers and PHONOGRAM reunite to create a world where gods are the ultimate pop stars and pop stars are the ultimate gods. But remember: just because you’re immortal, doesn’t mean you’re going to live forever.

Meinung
Ich liebe Graphic Novels, kaufe sie aber selten, da in der Buchhaldung immer die gleichen angeboten werden, und ich sie ungern online bestell, da ich gerne durchblättern will um mir einen Eindruck über die Zeichnung und den Aufbau der Geschichte zu machen.
The Wicked + the Divine habe ich mir schon lange gewünscht, daher ist das Buch auf meiner Wunschliste für Weihnachten 2015 gelandet!
Handlung
Die Handlung lies meiner Meinung nach zu Wünschen übrig! Es passiert zu viel auf einmal, ohne wirkliche Zusammenhänge zu erklären, was dazu geführt hat, dass ich mehr als einmal den Faden verloren habe und der Handlung nicht folgen konnte.
Die Handlung beginnt damit, dass die Protagonistin, Laura,  ein Konzert der Göttin Amaterasu besucht und (am nächsten Tag?) dort von Luci einer anderen Göttin eingeladen wird Amaterasu kennenzulernen. Von hier an nimmt die Handlung dann seinen Lauf, auch wenn diese kaum existiert. 
Im Endeffekt geht es darum, dass alle 90 Jahre Götter wiedergeboren werden, 2 Jahre auf der Erde verbringen bevor sie wieder sterben, was an sich eine gute Idee ist aber leider scheitert es an der Ausführung.
Es wird nicht erklärt wieso die Götter wiedergeboren werden und wieso sie nur 2 Jahre auf der Erde verbringen. Was passiert in den 90 Jahren zwischen den Reinkarnationen? Wieso werden sie zu "Pop Stars"? Die Graphic Novel wirft mehr Fragen auf als sie beantwortet.
Als Leser weiß man auch nicht was für Kräfte die Götter haben, außer mit einem Schnipser Köpfe zum explodieren zu bringen.
Ich war ehrlich gesagt fast die ganze Zeit nichts als verwirrt und habe auf den "Aaaah-" Moment gewartet, der leider nie gekommen ist.
Personen
Laura ist die Protragonistin, oder auch nicht, ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, da sie zwar eine wichtige Rolle spielt und uns auch in die Geschichte einführt, gleichzeitig hat sie jedoch kaum Dialoge und scheint mehr in den Hintergrund zu rücken.
Luci ist eine weitere wichtige Person der Geschichte, und die einzige Göttin die wir wirklich im Verlauf der Handlung kennenlernen.
All die anderen Götter sind Charaktere, über die wir eigentlich nichts erfahren außer, dass sie immer schlecht gelaunt sind.
Illustrationen
Die Illustrationen sind das einzig Positive an der Graphic Novel. Ich habe selten so kräftige und wunderschöne Illustrationen gesehen, ich war schlicht und einfach begeistert!
Jamie McKelvie ist ein unglaublich guter Illustrator, ohne seinen Zeichnungen hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht fertig gelesen.
Fazit
Ich wollte die Graphic Novel schon seeeehr lange haben und war wirklich froh darüber, dass ich sie zu Weihnachten bekommen habe, aber im Endeffekt war ich einfach nur enttäuscht darüber.
Bis auf die Illustrationen hat mir nichts daran gefallen, aber nicht mal diese werden mich dazu bringe die Folgeteile der Reihe zu lesen. Wirklich schade, denn das Buch hat sehr vielversprechend gewirkt.
Die Geschichte selbst bekommt von mir 1 Stern, die Illustrationen eindeutig 5, daher werden es wohl insgesamt 3 werden... habt aber nicht allzu große Erwartungen an die Geschichte.