Donnerstag, 7. Januar 2016

[Rezension] The truth about Alice


Autor: Jennifer Mathieu
Titel: The truth about Alice
Erschienen: 3. Juni 2014
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Inhalt: Everyone knows Alice slept with two guys at one party.
But did you know Alice was sexting Brandon when he crashed his car?
It's true. Ask ANYBODY.
Rumor has it that Alice Franklin is a slut. It's written all over the bathroom stall at Healy High for everyone to see. And after star quarterback Brandon Fitzsimmons dies in a car accident, the rumors start to spiral out of control.
In this remarkable debut novel, four Healy High students—the girl who has the infamous party, the car accident survivor, the former best friend, and the boy next door—tell all they know.
But exactly what is the truth about Alice? In the end there's only one person to ask: Alice herself.
Meinung
Handlung
Das Buch ist ein reines Spiel mit Vorurteilen und Stereotypen, welches mich mehr als einmal fast zur Weißglut gebracht hat. Aber genau dies scheint von der Autorin beabsichtigt zu sein. Ich hatte zwar das Glück, dass ich nie gemobbt wurde und, dass Mobben bei uns an der Schule auch kein großes Thema war, aber es ist leicht zu glauben, dass es an manchen Schulen so ausarten kann wie in Mathieus Roman beschrieben.  Vor allem das Thema Slut shaming war bei uns einfach nicht vorhanden. Hattest du Sex? Cool. Kein Sex? Auch cool. Dein Leben, deine Entscheidung.
Das Buch spiegelt perfekt wieder, was wir schon aus vielen Teenie Filmen aus Amerika kennen, das beste Beispiel hierfür ist wohl Easy A (dt. Leicht zu haben) mit Emma Stone.
Alice ist die Letzte, die an irgendwelchen Ereignissen des Buches auch nur ansatzweise die Schuld trägt, genau das ist es, was mich so fürchterlich aufgeregt hat, ihre Mitschüler bilden sich eine Meinung über sie und nichts kann sie davon abbringen ab sofort jeden Schwachsinn zu glauben, den sie hören.

Leider wird ziemlich wenig über Alice in Erfahrung gebracht, bis auf die Gerüchte um welche es in dem Buch geht, was ich wirklich schade fand.
Das Buch hat keinen fixen Handlungsstrang von A nach B, stattdessen werden immer wieder Vorfälle der 4 verschiedenen Erzähler beschrieben, welche am Ende die Geschichte ergeben.
Schreibstil
Die Sprache ist sehr einfach gehalten und die Sätze sind angenehm kurz, wer also Angst hat, dass Buch auf Englisch zu lesen kann beruhigt aufatmen ;) Vom Schreibstil her würde sich das Buch an jüngere Teenager richten, wenn der Inhalt nicht so heftig wäre, außerdem sollte erwähnt werden, dass einige Kraftausdrücke verwendet werde, wen so etwas stört sollte also lieber die Finger von dem Buch lassen.
Was mir gefehlt hat waren verschiedene Arten des Schreibens für jeden Charakter. Es stimmt schon das Kurts Erzählweise anders war als die der restlichen Personen, aber eben diese 3 anderen Perspektiven, in welchen das Buch erzählt wurde, waren alle zu ähnlich. Anfangs konnte ich noch unterschiedliche Schreibweisen erkennen, aber im Laufe des Buches hat das aufgehört.
Anzumerken ist jedoch, dass der ständige Perspektivenwechsel nicht störend ist und das obwohl ich Bücher mit mehr als einer Perspektive sehr ungern lese, wenn es dann sogar noch mehr als 2 sind lege ich das Buch meistens zurück ins Regal und lasse es verstauben. Aber Mathieu hat es geschafft, dass die Geschichte dennoch flüssig voranschreitet, was wahrscheinlich daran liegt, dass es sich nicht um eine chronologische Erzählung der Ereignisse aus verschiedenen Sichtweisen ist.  
Charaktere
Die Geschichte wird aus der Perspektive von vier verschiedenen Personen erzählt. Alice ehemals bester Freundin Kelsey, Kurt dem Nerd der Schule, Elaine das beliebteste Mädchen und Josh, der beste Freund von Brandon.
Alle außer Kurt denken, dass sie mit den größten Problemen zu kämpfen und wirken mehr als unfreundlich. Lediglich Kurt hat einen Platz in meinem Herzen gefunden, was daran liegt, dass er der Einzige ist, der auf Alices Seite ist. Auch bei den erzählenden Personen haben wir es in dieser Geschichte mit den typischen Stereotypen aus Teenie Filmen zu tun.

Cover
Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut, ich finde es passt gut zur Geschichte und ist wirklich gut gestaltet. Auch den Titel finde ich sehr gut, es war aber das Cover, das mich vom ersten Moment an sehr angesprochen hat.


Fazit
Auch wenn mich das Buch während dem Lesen eigentlich nur aufgeregt hat und ich es mehrmals gegen die Wand werfen wollte, so hat Mathieu es geschafft ein wirklich gutes Buch zu schreiben, welches viele Probleme in der Schule heutzutage anspricht, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Auch die Tatsache, dass das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, wobei die Perspektive von Alice bis zum Schluss ausgelassen wurde, hat mich absolut nicht gestört, obwohl ich es schade finde, dass der Leser nicht mehr aus Alices Gedankenwelt erfährt.
Auch der Verlauf der Geschichte nicht von A nach B, sondern kreuz und quer alles in Erfahrung bringt fand ich sehr passend für die Geschichte.

Alles in allem würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, es ist eine gut geschriebene Geschichte darüber, wie Gerüchte entstehen und wie oft solche Situationen dadurch verschlimmert werden, dass niemand etwas dagegen unternimmt.