Mittwoch, 16. September 2015

Rezension - Artikel 5


Autor: Kristen Simmons
Titel: Artikel 5
OT: Article 5 
Genre: YA Dystopie 
Kaufen: Amazon

Inhalt:
Ein Krieg hat die USA, so wie wir sie kennen zerstört, an der Macht ist nun eine religiös, militärische Regierung, die Verfassung ist außer Kraft getreten. Schon das kleinste Vergehen, wie z.B. das zu Hause bleiben an einem nicht anerkannten Feiertag, kann zu einer Verhaftung führen. G
enau dies passiert nun Ember Miller und ihrer Mutter, denn nur Familien bestehend aus einem Mann, einer Frau und Kindern sind akzeptabel. Da ihre Mutter jedoch alleinerziehend ist und sogar ständig den Partner wechselt verstößt sie gegen Sektion 2, Artikel 5 der Moralstatuten. Doch nicht nur ihre Mutter wird verhaftet auch Ember wird in eine Besserungsanstalt für Mädchen gesteckt, kann jedoch bald mit der Hilfe ihrer großen Liebe, Chase, fliehen und macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter.

Meinung:Laut Inhaltsangabe ist Chase der Einzige, der ihr helfen kann, er ist nun ein Soldat der MM (Moralmiliz) gibt diese aber auf um Ember zu helfen.
Also hab ich mich darauf vorbereitet, dass die Liebesgeschichte einen ziemlichen großen Stellenwert haben wird und vollkommen vom der Action und dem Inhalt der Geschichte selbst ablenken wird, dem war jedoch nicht so.

Simmons hat zwar der Liebe der beiden einen ziemlich hohen Stellenwert zugeschrieben jedoch ist die Suche nach ihrer Mutter für Ember immer das Wichtigste. Also wer angst davor hat, dass Action zu kurz kommt kann beruhigt sein! Natürlich gibt es einige wenige romantische Stellen, wer aber Klappentext und Inhaltsangabe liest und das nicht erwartet ist selber schuld ;)

Was mir persönlich in dem Buch gefehlt hat ist eine genaue Erklärung wie Amerika zu diesem extrem religiösen und militärischen Staat werden konnte. Es wird zwar beschrieben, dass ein Krieg ausgebrochen ist, aber warum es im Anschluss zu dieser radikalen Staatsform gekommen ist bleibt offen. Auch interessant zu wissen wäre was mit der restlichen Welt passiert ist! In dystopischen Büchern geht es eigentlich immer nur um Amerika und die Außenwelt hat keine große Bedeutung, bei Article 5 hätte ich aber gern genaueres erfahren.  

Die Vorstellung, dass das Leben für die meisten Menschen, abgesehen von der Protagonistin und all die anderen "Verbrecher", normal weitergeht ist für mich bei Büchern wie diesen meist unvorstellbar.
Sie gehen in die Schule, arbeiten versuchen so gut es geht ihre Freizeit zu genießen während andere Menschen wegen Kleinigkeiten (z.B. Händchen halten) Ärger bekommen.

Was bei mir zu einem riesigen Augenrollen geführt hat ist die Tatsache, dass Ember Chase Hilfe nicht angenommen hat. Er hat alles für sie aufs Spiel gesetzt was ihr jedoch am A**** vorbei geht, denn bei der ersten Möglichkeit läuft sie weg. Wie genau stellt sie sich vor alleine ihre Mutter zu finden ohne erneut verhaftet zu werden? Sie scheint aber schnell ihren Fehler einzusehen und weigert sich einige Seiten später ihn zurückzulassen um einer brenzligen Situation zu entkommen.

Chase ist das ganze Buch über mürrisch und eher zurückhaltend was sich auf ein Trauma zurückführen lässt, jedoch wäre das ein ziemlich großer Spoiler also ja... lassen wir das lieber sein ;)

Die Handlung verläuft ziemlich schnell und flüssig und der Schreibstil ist sehr angenehm, die Spannung bleibt das ganze Buch über bestehen und als Leser hat man eigentlich keinen ruhigen Augenblick.
Durch die Ich-Perspektive kann man sich gut in Embers Gedankenwelt einleben und merkt auch eine ziemlich große Weiterentwicklung ihres Charakters.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich werde mir auf jeden Fall die nächsten Teile der Reihe besorgen. Ich kann das Buch jeden empfehlen der dystopian Romane mit viel Spannung und ein wenig Liebesgeschichte mag.
4,5 von 5 Sternen